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Diesem Mann ist nichts heilig: «Bewaffnet» mit einer Schar von Fotografen ging der «kasachische» Reporter Borat alias Sacha Baron Cohen zum Weissen Haus, um den US-Präsidenten George W. Bush einzuladen, sich seinen neuen Film «Borat: Cultural Learnings of America for Make Benefit Glorious Nation of Kazakhstan» anzusehen. Doch schon beim Gatter war Schluss. Sicherheitsleute schickten den Komödianten – auch bekannt als Ali G – nach Hause.
Brisant: Borats Auftritt heute Freitag ist gemäss dem Internetdienst «Yahoo.com» getimt mit einem Besuch des kasachischen Präsidenten Nursultan Nazarbayev. Derweil lässt Kasachstans Grossbritannien-Botschafter gemäss den britischen«Sky News» verkünden: «Borats Kasachstan hat nichts mit dem wirklichen Kasachstan zu tun.» In Kasachstan scheint man alles andere als erfreut über den Film zu sein.
Wohl auch, weil Borat in seinem Streifen behauptet, Pferdepisse sei das kasachische Nationalgetränk und Tiere seien höher gestellt als die Frauen. In einer eigenen Presseerklärung provoziert der Witzbold in gebrochenem Deutsch frech weiter: «Jede Behauptung, dass unser glorreich Führer ist unzufrieden mit mein Film ist gelogen. Wahrer Grund für Washington-Besuch von Präsident Nazharbayev ist Bewerbung von diese Kinofilm!»
Nach einer Cocktail-Party für US-Grössen wie Mel Gibson, Bill Gates und eben George W. Bush will «Borat» – immer noch laut seiner Pressemitteilung – zurück zu «seiner Botschaft» gehen, weil «seine Regierung» ihn brauche. Und damit wird Sacha Baron Cohen wohl kaum die britische Regierung gemeint haben.
Doch das ist noch nicht alles: Jetzt schiesst er auch noch gegen Usbekistan, Nachbarland von Kasachsten. «Das alles ist Teil von große Propoganda-Kampagne gegen unsere Land von den bösen Schwachköpfen Usbekistans», erklärt der 35-jähige Brite weiter. Und das alles «im Namen der kasachischen Botschaft»!