Bond nervt Bolivien

LA PAZ – James Bond – mit der Lizenz zum Provozieren: Der neue Agentenstreifen des Schweizer Regisseurs Marc Foster sorgt in Südamerika für rote Köpfe.

  • Publiziert: 05.04.2008, Aktualisiert: 13.01.2012

Diplomatie war noch nie Bonds Stärke. Kein Wunder also, dass der Agent bei den Dreharbeiten zum neuen Streifen «Quantum of Solace» für Ärger bis in die bolivianische Regierung sorgt.

Diese hat heftig dagegen protestiert, dass ihr Land als Heimat der Drogenhändler dargestellt wird. Filmproduzent Michael Winson und Regisseur Marc Forster erhielten sogar einen Protestbrief des bolivianischen Vize-Kulturministers.

Der neue Bond «Quantum of Solace» (etwa: Ein Quäntchen Trost) mit Hauptdarsteller Daniel Craig wird zwar derzeit im Norden Chiles gedreht. Doch kommt darin eine bolivianische Drogendealerbande vor.

Das Bild solcher Kriminellen «darf nicht benutzt werden, um die Bolivianer darzustellen», beschwerte sich der stellvertretende bolivianische Kulturminister Pablo Groux laut der Zeitung «La Razón».

Auch Chilenen sind wütend

Der neue Bond-Streifen soll im Laufe dieses Jahres in die Kinos kommen. Auch Chile hatte schon gegen die Dreharbeiten protestiert, weil die nordchilenische Stadt Antofagasta und die Wüste von Atacama in dem Film Bolivien darstellen sollen.

Der Streit ist auch deshalb heikel, weil das Gebiet um Antofagasta früher bolivianisches Territorium gewesen war bis Chile das Gebiet 1879 eroberte. (SDA)

play Ein Bösewicht mit Schweizer Pass: Auch Anatole Taubmann spielt in «Quantum of Solace» mit. (AP)

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