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«Reden ist immerhin Silber» heisst Benis Bestseller aus dem Jahr 2002. Er muss es wissen: Als «Schnurri der Nation» verdiente er sich längst eine goldene Nase. Obwohl er hin und wieder Blech schwatzt – zuletzt am vergangenen Sonntag beim EM-Final.
Seine Fans werden ihm immer verzeihen. Und von ihnen gibt es viele: Benis EM-Matchberichte erreichten absolute Traumquoten.
Doch die Kritik wird lauter. Hunderte empörter Fussballfans schimpfen über Benis verbale Fehlpässe.
Beni denkt noch lange nicht an die Ersatzbank. Er will keinen «Sudden Death» (plötzlichen Tod), sondern weitermachen bis 70!
Egal, wann Beni kürzertreten oder ganz ausscheiden wird: Irgendwann wird ein Ersatzspieler her müssen. Und den sucht man besser früh als spät. Denn wer «Switzerland’s next Beni» werden will, muss ein Tausendsassa sein.
Wie verwandelte sich Bernard Thurnheer in Beni National? Nach dem Jus-Studium an der Uni Zürich (Abschluss 1973 mit Bestnote) macht er es wie der grosse römische Jurist Cicero (106 bis 43 v. Chr.): Der hat nämlich die Redekunst erfunden. Doch statt über Rechtsfälle zu debattieren, nimmt Beni an einem Sportreporter-Talentwettbewerb von Radio DRS teil – und schwafelt die gesamte Konkurrenz (1600 Gegner) über den Haufen.
So wird Benis Kindheitstraum wahr! 2001 sagt er in einem Bluewin-Chat: «Fussballreporter war schon als Kind mein Traumberuf!»
Nach kurzer Zeit beim Radio landet er beim TV. Bald moderiert er alle wichtigen Sportsendungen und wird zum beliebtesten Schweizer Live-Kommentator.
Gleichzeitig beweist Beni sein Show-Talent: 1978–79 mit der «Glückskugel», 1980–1991 mit dem Quiz «Tell-Star». Und 1992 startet er mit «Benissimo», der grössten und teuersten SF-Live-Unterhaltungssendung voll durch.
Das muss ihm erst mal einer nachmachen! Showtalent Roman Kilchsperger (38) verneigt sich und warnt: «Beni ist der Champion! Alle, die auf seinen Job schielen, sollen fleissig üben und sich keine grossen Hoffnungen machen, jemals so gut zu werden wie er.»
Und Sportskanone Rainer Maria Salzgeber (38) erklärt, was einen Sportmoderator ausmacht: «Ohne Fachkenntnis wird man nicht Sportmoderator. Und beim SF nehmen sie nur Leute, die auch journalistisch richtig gut sind.»
Salzi betont aber auch, die Liebe zum Sport sei zentral: «Das fängt mit den Panini-Bildern an, diese Liebe – so war das jedenfalls bei mir. Man ist ja kein Staubsauger-Verkäufer, der könnte ja auch irgendwas anderes verkaufen.»
Sind Sie der next Beni? Dann machen Sie mit – rechts steht, wie es geht.