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Phil Spector: Gespannt (oder gelangweilt) der Dinge, die da kommen? (AP)
Ein Jahr nach dem geplatzen Mordprozess gegen US-Musikproduzent Phil Spector steht der 68-Jährige seit gestern erneut vor Gericht. In dem Verfahren würden die Geschworenen «den wahren Philip Spector kennenlernen», versprach die Staatsanwaltschaft zum Auftakt des Prozesses.
Die Anklage wirft dem Musikproduzenten vor, im Februar 2003 die frühere Schauspielerin Lana Clarkson erschossen zu haben, nachdem sie ihn zurückgewiesen hatte. Der Angeklagte behauptet dagegen, die Frau habe sich in seiner Villa das Leben genommen.
Ein erster Prozess war im September vergangenen Jahres nach einem sechsmonatigen Verfahrensmarathon gescheitert, weil sich die Geschworenen nicht auf ein einstimmiges Urteil einigen konnten.
Spector gilt als einer der einflussreichsten Produzenten im Bereich der Rock- und Popmusik. Er ist der Erfinder der legendären «Wall of Sound»-Aufnahmetechnik.
Anfang der 70er Jahre produzierte er die letzte Beatles-LP «Let it be» und die ersten Solo-Alben der Ex-Beatles John Lennon («Imagine») und George Harrison («All Things Must Pass»).
In den vergangenen Jahren machte Spector jedoch nur noch durch sein exzentrisches Verhalten und seltsame Interviews von sich reden. Sollte er schuldig gesprochen werden, droht ihm eine Haftstrafe von 15 Jahren bis lebenslang. (SDA/mky)
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