10 Jahre Knast für Doherty?

  • Publiziert: 30.04.2006, Aktualisiert: 13.01.2012

LONDON – Pete Dohertys Drogenexzesse nehmen immer krassere Formen an: Der Immer-mal-wieder-Lover von Kate Moss soll einer bewusstlosen Verehrerin Heroin gespritzt haben. Jetzt drohen dem Drogen-Rocker zehn Jahre Haft.

In einer verdreckten Küche in London spritzt ein abgewrackter Mann einer vermutlich bewusstlosen Frau Rauschgift in den Arm. Dieses Schock-Foto, das die letzten Tage in der britischen Boulevardpresse die Runde macht und offenbar im Verlauf der vergangenen fünf Wochen aufgenommen wurde, zeigt einmal mehr, dass Pete Doherty nicht nur für sich selbst und seine Ab-und-zu-Freundin Kate Moss eine Gefahr ist.

Da erstaunt es nicht, dass nicht einmal mehr Petes Familie zu ihm hält. Weder Mutter Jacqui, noch Vater Peter und Schwester Amy Jo wollen mit oder über den 27-Jährigen sprechen. Einzig sein Lieblingsonkel Philip Michels äussert sich. «Warum die Gerichte ihn noch nicht ins Gefängnis gesteckt haben, ist mir schleierhaft», sagte er der «Sun». «Ich war auf Pete so stolz, aber jetzt schäme ich mich. Seine Gesundheit zu gefährden ist eine Sache, aber eine Nadel in jemand anderen zu stechen ist ekelhaft.»

Offenbar hat sich die Behörden diesen Aufruf zu Herzen genommen: Gestern wurde Pete Doherty in seiner Londoner Wohnung festgenommen, nachdem die Polizei dort gewaltsam eingedrungen war. Es bestehe der Verdacht der Verabreichung einer giftigen Substanz, hiess es in der Zeitung «The Sun».

«Wenn er schuldig gesprochen wird, wandert er bis zu zehn Jahre in den Knast», so ein Polizeibeamter laut «Bild.de». Im Moment darf Pete aber wieder frei rumlaufen. Heute wurde er nach Angaben der Londoner Polizei unter Auflagen wieder auf freien Fuss gesetzt. Im Juli müsse er zu einem weiteren Verhör erscheinen.

Ob der Trash-Musiker morgen mit seiner Band «Babyshambles» zur geplanten Europa-Tournee aufbrechen darf, ist nicht bekannt.

play Pete Dohertys (hier mit Kate Moss) Leben auf der Überholspur nimmt immer tragischere Züge an. (Swisspress)

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