Zurückkehrende Dschihadisten Tunesien will «Terroristen» nicht

TUNIS (TUN) - Tunesiens Regierungschef Youssef Chahed hat einen entschlossenen Umgang der Behörden mit Dschihadisten angekündigt.

Laut dem tunesischen Regierungschef Youssef Chahed kennt das nordafrikanische Land die Identität aller Tunesier, die sich islamistischen Terrororganisationen angeschlossen haben. Wer zurückkehrt, wird verhaftet. (Archivbild) play
Tunesiens Regierungschef Youssef Chahed kündigte einen harten Umgang mit zurückkehrende Dschihadisten an. Keystone

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Tunesiens Regierungschef Youssef Chahed hat einen entschlossenen Umgang der Behörden mit Dschihadisten angekündigt, die von ausländischen Kampfregionen in ihre Heimat zurückkehren. Die Regierung lehne die Rückkehr von «Terroristen» aus Krisengebieten ab, sagte er.

«Diejenigen, die zurückkommen, werden direkt bei ihrer Ankunft auf tunesischem Boden festgenommen», sagte Chahed am Donnerstag dem staatlichen Sender Watanija. Die Verdächtigen müssten sich dann nach dem Anti-Terror-Gesetz des Landes vor der Justiz verantworten.

Der Staat besitze Listen mit den Angaben zu allen Tunesiern, «die sich in Konfliktgebieten aufhalten und Terrororganisationen angehören". Jeder Verdächtige sei bekannt. Nach Schätzungen der UNO haben sich mehr als 5000 Tunesier Dschihadistengruppen wie dem Islamischen Staat (IS) angeschlossen und kämpfen in Syrien, im Irak und in Libyen.

Die Behörden fürchten, dass diese kampferprobten Extremisten nach und nach in die Heimat zurückkehren. Vergangene Woche teilte Tunesiens Innenminister Hédi Majdoub mit, 800 tunesische Dschihadisten seien bereits zurückgekehrt.

Eigentlich war für Donnerstag ein Ministertreffen unter Vorsitz von Chahed geplant, bei dem über einen Aktionsplan zum Umgang mit heimkehrenden Dschihadisten entschieden werden sollte. Dieses fand jedoch nicht statt. Der Regierungschef traf sich aber am Nachmittag mit Präsident Béji Caid Essebsi, um über die Regierungspläne zu sprechen. (SDA)

Publiziert am 30.12.2016 | Aktualisiert am 04.01.2017
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13 Kommentare
  • Annemarie   Setz 30.12.2016
    Zurücknehmen und sofort einbuchten. Das ist die einzige Lösung, gilt aber auch für andere Maghreb-Staaten. Europa will diese Typen auch nicht. Wenn es mit der Uebernahme nicht klappt, dann müssen die Staaten anderweitig an die Reihe kommen, zum Beispiel indem man keine Reisen mehr dorthin anbietet, und jegliche Entwicklungshilfe (in gewissen afrikanischen Ländern) streicht.
  • Andreas  Inderbitzin aus Brunnen
    30.12.2016
    Das ist wohl wieder die ideale Steilvorlage für Somarugas Ausschaffungspolitik. Ich höre Sie schon argumentieren:
    Wenn wir Tunesier zurückschicken, werden diese ev. verhaftet und drum müssen wir sie in der Schweiz behalten. In Länder wo es weder Fernsehen, Handys oder psychologische Betreuung der Gefangenen gibt darf die Schweiz keine Menschen zurück schaffen.
    Ironie Ende.
  • Jean Pierre  Stocker 30.12.2016
    Sofort den Geldhahn zudrehen und alle Tunesier mit einer Einreisesperre belegen.
  • Noldi  Schwarz 30.12.2016
    Warum hört man in den Schweizer Medien nichts von der Aussage des österreichischen Aussenministers Kurz? Der junge Mann sagte klar: "Allen Staaten, die ihre Landsleute nicht zurücknehmen, muss die Entwicklungshilfe gestrichen werden." Das Bravo in der EU ist gross. Nur hier will niemand dafür sorgen, dass wir das erfahren.
    • Urs  Saladin , via Facebook 30.12.2016
      Die Idee kam ja kürzlich ebenfalls in der Schweiz, nur wurde sie von Menschenrechtsorganisationen und den Linken regelrecht zerrissen!!! Offenbar gibt es in der Schweiz nur Menschenrechte für Kriminelle und Terroristen. Gerade die Linken, die sich noch immer für einen EU-Beitritt starkmachen, sollten sich ein Beispiel an Kurtz und den Reaktionen in der EU nehmen.
  • Peter  Feedback 30.12.2016
    Wenn diese Länder ihre sogenannten Staatsangehörigen und "Teilzeit-Terroristen" nicht mehr zurück wollen, sie aber auch in anderen Ländern nicht willkommen sind aufgrund ihrer Taten, dann vermisst sie sicher auch niemand. Somit sind sie auch überflüssig weiterhin auf der Erde zu leben... Den Rest bezüglich "was machen wir mit diesen Leuten..." könnt ihr euch selber ausmalen!