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Sie waren als Top-Act für das Festival M4Music angekündigt. Und Franz Ferdinand erfüllten die hohen Erwartungen mühelos. Mit «Michael» legen die Glasgower los – schon kocht der Saal. Das Publikum hüpft von den ersten Takten an und kommt während des gesamten Konzerts nicht mehr zum Stillstand.
Die Band um Sänger/Gitarrist Alex Kapranos ist im Zürcher Schiffbau mit Spass – und viel Können – bei der Sache. Sie bringen die Stücke live eine Spur härter, strecken sie an den richtigen Stellen. Und Franz Ferdinand verfügen mittlerweile über ein grosses Repertoire an Hits.
Ausserdem zeigt sich, dass die Schotten-Rocker mit ihrem neuen Album «Tonight: Franz Ferdinand» einen weiteren Schritt gemacht haben. Orientierte sich «You Could Have It So Much Better» noch sehr stark am Debüt «Franz Ferdinand», gewinnen die Indie-Rocker mit ihrer aktuellen Scheibe an Tiefe und Variantenreichtum, was ihnen live zugute kommt.
Das Publikum dankt es den Glasgowern, geht auch bei neuen Tracks wie «Ulysses» (siehe Video) oder «Lucid Dreams» voll mit. Nach 70 Minuten ist die Show leider schon vorbei. Enttäuschung darüber herrscht allerdings keine, zu gross ist die Euphorie nach dem Erlebten.
Ausserdem füllen am M4Music sofort andere Bands die Lücke. Die Dänen von WhoMadeWho lassen mit ihrem Dance-Rock die Halle weiter beben. Auch wenn sie stark von den Hits auf dem 2006er-Album «Green Versions» zehren müssen.
Den krönenden Abschluss schliesslich liefern Kissogram. Das Berliner Trio mit Jonas Poppe (Gitarre/Gesang), Sebastian Dassé (Tasten) und dem neuen Schlagzeuger Joe Dilworth (Ex-Stereolab) beweist, dass es zu Recht die Tournee-Vorgruppe von Franz Ferdinand sind.
Mit ihrer Mischung aus Elektro-Clash und dreckigem Rock fahren sie dem Publikum zum Schluss des Abends nochmals richtig in die Beine. Auch wenn diese langsam aber sicher schmerzen. (zeb)