Zürcher Club weist bis zu 100 Fell-Fans pro Abend ab Das ist die Pelz-Polizistin vom Hiltl

Wer mit einem Echtfell-Kragen an der Winterjacke in das Zürcher Hiltl will, wird abgewiesen. Die Pelzpolizisten des Clubs haben dieses Jahr besonders viel zu tun.

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Pelz ist in Mode! Die Echtfell-Importe in die Schweiz werden dieses Jahr einen Spitzenwert erreichen: 440 Tonnen Tierpelz wurden 2016 bisher eingeführt. So viel wie seit 1992 nicht mehr, schreibt die «Schweiz am Sonntag».

Vor allem die Jungen tragen wieder vermehrt haarige Mode: Vor allem als Echtpelz-Kapuzen-Umrandung an der Winterjacke oder als Pelz-Bommel auf der Kappe.

Bemerkt haben den Trend auch die Verantwortlichen vom Hiltl Club in Zürich. Der Schweizer Vegi-Gastronomie-Papst Rolf Hiltl hat für Pelzträger nämlich ein Club-Verbot verhängt. Seine Angestellten setzen dieses rigoros durch.

«Diese Pelze sind eine Riesenverschwendung von Leben»

Zum Beispiel Annatina Portmann, die im Hiltl Club Pelzträger aufspürt. Die Regel gelte zwar schon seit zwei Jahren, doch so viele Wegweisungen wie in dieser Saison habe sie noch nie aussprechen müssen, sagt Portmann in einem Beitrag von Tele Züri. «Jede vierte, fünfte Jacke, die wir hier sehen, ist eine Markenjacke mit Echtpelz dran», sagt Portmann gegenüber dem Sender.

Das können pro Abend rund 100 Gäste sein, auf deren Geld das Hiltl verzichtet. Den uneinsichtigen Pelz-Trägern zeigt Besitzer Rolf Hiltl gelegentlich persönlich Schockbilder zur Tierhaltung. «Das Problem ist, dass die Tiere nur für den Pelz, für den Kragen gezüchtet und getötet werden, das Fleisch wird  nicht verwertet. Das ist eine Riesenverschwendung von Leben», sagt Hiltl. (bih)

Publiziert am 19.12.2016 | Aktualisiert am 18.01.2017
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44 Kommentare
  • barb  villamartin aus villamartin
    19.12.2016
    aaaachtung: dieses verbot gilt nur im club. in seinen restaurants sind die schicki micki pelztragenden bahnhofstrassen tussis immer noch willkommen. das ist ein reiner pr gag vom rolf. konsequent wäre pelz in all seinen lokalen zu verbieten. aber hiltl ist in seinem unternehmen auch in anderen bereichen absolut NICHT konsequent. so ist rolf hilt auch bekennender fleisch esser. seine speisen werden im ausland vorproduziert und eingeflogen, alles seeeeeehr ökologisch!
  • Marc  Jenal aus Zürich
    19.12.2016
    Für den Anbau der pflanzlichen Nahrung, die im Hiltl verspeist wird, werden täglich Hunderte oder Tausende Insekten getötet, die auf qualvolle Weise (vergiftet) sterben, ebenso täglich ein paar Nagetiere (Mäuse, Ratten). Auch das ist eine Verschwendung von Leben. Wenn man auf Pestizide verzichtet, reicht die Nahrung nicht für alle, bzw. ist zu teuer. Einerseits gut, dass der Hiltl-Betreiber ein Zeichen setzt. Wenn man konsequent sein möchte, muss man sich aber gleich selbst beerdigen.
  • Rosa  Rot 19.12.2016
    Der Import von Pelz aus Quälfarmen muss verboten werden!! Kein Mensch braucht hier Pelz oder Fell, sonst hätte uns die Natur damit ausgestattet. Das Leiden der Tiere ist grausam, teilweise bei lebendigem Leib wird das Fell abezogen. Dasselbe sollte auch für Daunen aus Lebendrupf gelten
  • Christian  Kurmann , via Facebook 19.12.2016
    Krass ist das der kunstpelz meistens auch echter pelz ist!
    Kunstpelz ist teurer zum produzieren als echtpelz.
    Die hersteller schreiben dann einfach kunstpelz drauf.
    Kann jeder testen indem er eine kleines strähnchen abzupft und anzündet, richt es nach verbranntem haar ist es echtpelz.
    Geht in den laden oder zeigt sie gleich an ist nähmlich betrug!
  • Karl  Schrader 19.12.2016
    Ich würde in den Laden sowieso nicht gehen - auch wenn ich keinen Pelz trage. Ich esse 400g Fleisch am Tag und dadurch ist mir alles um Hiltl herum sowieso unsympathisch.

    Aber warum soll man aus dem Wildhasen, den man gerade verspeist hat nicht auch noch einen hübschen Kragen machen?