Witwe veröffentlicht Handy-Video Hier wird ein Schwarzer (†43) von US-Cops erschossen

CHARLOTTE, USA - Die Witwe des in der US-Stadt Charlotte erschossenen schwarzen Familienvaters Keith Lamont Scott hat ihre dramatischen Smartphone-Aufnahmen der tödlichen Auseinandersetzung mit der Polizei veröffentlicht.

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Das Video wurde am Freitag von den Anwälten von Rakeyia Scott an die «New York Times«, den Sender NBC News und die Nachrichtenagentur AFP weitergegeben. Die zwei Minuten und 16 Sekunden lange Aufnahme zeigt die Momente um die tödlichen Schüsse.

Rakeyia Scotts Stimme ist auf dem Video wiederholt deutlich zu hören. Sie schreit die Polizisten an: «Schiesst nicht auf ihn!» «Er hat keine Waffe!» Dann ruft sie: «Er hat ein TBI (für: Traumatic brain injury, Schädel-Hirn-Trauma), er wird Euch nichts tun!» Mehrere Nachbarn des 43-Jährigen beschrieben ihn als Behinderten, der unter anderem stotterte.

Die Polizisten rufen auf der Aufnahme mehrfach: «Wirf die Waffe weg!» Erneut schaltet sich Rakeyia Scott ein, die ihrem Mann zuruft: «Lass sie nicht die Fenster aufbrechen! Komm aus dem Wagen raus!» Danach ruft sie: «Keith, mach das nicht! Keith, komm aus dem Wagen!»

Dann sind vier schnell aufeinander folgende Schüsse zu hören. Das Smartphone wurde in dieser Phase weggedreht. Dann ist Scott bäuchlings und reglos auf dem Boden liegend zu sehen. Rakeyia Scott ist ausser sich. «Habt ihr ihn erschossen?«, ruft sie, noch ungläubig. «Er sollte besser nicht tot sein! Soviel weiss ich, er sollte besser nicht tot sein!»

Seit dem tödlichen Vorfall am Dienstag im US-Bundesstaat North Carolina steht die Frage im Raum, ob Scott bewaffnet war. Nach Polizeiangaben trug der 43-Jährige eine Handfeuerwaffe und stellte eine Bedrohung dar. Nach Angaben seiner Familie und seiner Nachbarn trug Scott ein Buch - keine Waffe - und wollte seinen kleinen Sohn abholen.

Polizei soll eigene Aufnahmen zeigen

Am Freitag wurde die Rufe lauter, die Polizei müsse ihre eigenen Video-Aufnahmen veröffentlichen, die von Kameras an den Uniformen und auf dem Armaturenbrett des Polizeiautos gedreht wurden. Angehörige des Opfers konnten die Video-Aufnahmen der Tat am Donnerstag ansehen. Anwälte der Familie sagten aber, dies habe bei ihnen «mehr Fragen als Antworten» ausgelöst.

Der Anwalt Justin Bamberg sagte dem Sender CNN, auf den Aufnahmen sei keine Schusswaffe zu sehen. Scott sei rückwärts gegangen, als der Schuss auf ihn abgefeuert wurde. «Seine Hände sind neben seinem Körper nach unten gerichtet. Er verhält sich ruhig. Man kann etwas in seiner Hand sehen, aber nicht erkennen, was es ist", sagte Bamberg.

Nach zweitägigen gewalttätigen Protesten hatten die Behörden der Stadt am Donnerstagabend eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Dennoch blieben in der Nacht hunderte Demonstranten auch nach Mitternacht auf den Strassen. Die Polizei hielt sich jedoch zurück und setzte die Ausgangssperre nicht durch. Hunderte Nationalgardisten waren im Einsatz. (SDA)

Publiziert am 24.09.2016 | Aktualisiert am 24.09.2016
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5 Kommentare
  • Faddy   McDaddy aus Tucson
    24.09.2016
    Herr Schaffer, wohl nicht richtig informiert. Es war ein schwarzer Cop... was nun?
  • drafi  schweizer aus berg
    24.09.2016
    ich stelle mal die Frage, was würde wohl passieren wenn, in Amerika, schwarze Cops so ohne Emotionen genau gleich handeln würden wie die weissen ?? es würde, so meine Meinung längst ein Krieg ausgebrochen sein, schwarz gegen weiss, oder eben weiss gegen schwarz, ich möchte da überhaupt für niemanden Partei Ergreifen, doch da wird halt schon bei der kleinsten Fingerbewegung die Schusswaffe gebraucht und abgedrückt, und erst dann wird abgeklärt, wenn überhaupt, hatte er oder hatte er keine Waffe
  • Lionel Werren,  der Klartexter 24.09.2016
    Die Aufnahme ist leider wertlos. Offenbar sass er im Wagen und kam dann raus. Genau diese Szene sieht man nicht. Wenn er ausstieg und mit einem nicht identifizierbaren Gegenstand in der Hand auf die Polizisten zuging, egal ob vorwärts oder rückwärts, dann ist es leider leider einfach logisch, dass geschossen wird! Seine Frau schreit ja noch, tu es nicht, weil sie weiss, dass sein Verhalten ein tödlicher Fehler ist.
  • Hansruedi  Bach aus Andelfingen
    24.09.2016
    In den USA herrscht Bürgerkrieg! Mich wundert das nicht. In den USA sterben mehr Menschen täglich durch Gewaltdelikte als im Irak!
  • Fabrice  Legeek , via Facebook 24.09.2016
    in den USA trägt fasst jeder eine Waffe, und lassen diese Millionen leute, die Waffe die sie tragen nicht fallen oder wird was falsches erkannt, werden sie einfach erschossen, auch wenn sie keine Gefahr sind, der Mann sass einfach passif in seinem Auto und wurde von der Polizei bedrengelt und letztendlich umgebracht. Da bleibt man sprachlos. Liegt wohl an einer falschen Ausbildung.