Zwei neue Segelboote für den guten Zweck Lotterie-Gelder für Goldküsten Yachtclub

ZÜRICH - Der Reingewinn von Swisslos ist für die Gemeinnützigkeit gedacht. Unterstützung benötigte auch der Segel- und Yachtclub Herrliberg ZH.

Swisslos unterstützt mit Reingewinn Zürcher Yachtclub play
Gelder aus dem Swisslos-Topf flossen an die Zürcher Goldküste. Keystone

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Wer etwa ein Happy-Day- oder Subito-Los kauft, muss sich nicht unbedingt ärgern, wenn er eine Niete zieht. Denn ein Teil des ausgegebenen Geldes ist immerhin für einen guten Zweck. Der Reingewinn von Swisslos komme vollumfänglich der Gemeinnützigkeit zugute, heisst es auf deren Webseite.

Unterstützung nötig hatte offenbar auch ein Yachtclub an der Goldküste. Der Segel- und Yachtclub Herrliberg ZH erhielt von Geldern aus dem Swisslos-Spendentopf zwei neue Segelbote, wie eine Auswertung von «Saldo» zeigt. 

Für andere Posten scheint in Herrliberg allerdings genug Geld vorhanden: Zum gediegenen Sommerfest im August etwa liess der ach so klamme Verein eigens einen Koch aus St. Moritz einfliegen, wie auf der Club-Webseite zu lesen ist. BLICK hat den Segelclub damit konfrontiert. Doch die Anfrage bleib unbeantwortet.

Auch der Segelklub Stäfa profitierte

Von Swisslos-Geldern durften aber auch andere Wassersportler profitieren. Der ebenfalls an der Goldküste beheimatete Segelklub Stäfa wünschte sich laut «Saldo» ein 8500 Franken teures Schlauchboot mit Motor. Der Wunsch wurde erfüllt.

Swisslos schiebt die Verantwortung ab: «Wir verteilen die Gelder nicht selber. Das machen die Kantone», sagt Sprecher Willy Mesmer zu BLICK. Jährlich schüttet Swisslos rund 354 Millionen Franken an 12'000 verschiedene Projekte aus. «Die Kantone können besser als wir beurteilen, wer es nötig hat.»  

Publiziert am 29.10.2016 | Aktualisiert am 30.10.2016
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14 Kommentare
  • Beat  Engelberger 29.10.2016
    Gut dass endlich mal eine Konsumentenorganisation das Gebaren von Swisslos ein wenig unter die Lupe nimmt, wobei man da vermutlich noch viel tiefer gehen müsste.
    Ich sehe eigentlich täglich mehrmals, Vertreter Fahrzeuge von Swisslos auf der Strasse und frage mich immer, was die den so machen?
    Scheint ein Traumjob zu sein, wenn bei Swisslos die Jobs so locker verteilt werden, wie das Geld aus den Überschüssen, wobei man auf diese Art und Weise, die Überschüsse auch tief halten kann.
    • Peter  Würgler aus Wolfhausen
      29.10.2016
      Welche Konsumentenschutzorganisation soll das sein? Swisslos kann auf das Kurzzeitgedächtnis der Menschen zählen. Morgen ist alles wieder vergessen. Geld verbrennen ist strafbar, bei Swisslos "investieren" leider nicht. Kommt aber per Saldo auf das Selbe heraus....
  • Werner-René  Zwicky aus Chur
    29.10.2016
    Es sieht so aus, dass die zuständigen Leute von Swisslos einfach das Geld nach dem Giesskannenprinzip verteilen und sich überhaupt nicht dafür interessieren, für was das Geld ausgegeben wird. Dabei ist ja geregelt, für WAS die Gelder von Swisslos ausgegeben werden dürfen. Aber eben, die Empfänger machen was sie wollen und scheren sich keinen Deut darum. Es ist aber m.E. nicht Aufgabe von Swisslos gegenüber den Kantonen als Wohltäter aufzutreten. Das Geld gehört den Spielern und Loskäufern.
    • Peter  Würgler aus Wolfhausen
      29.10.2016
      Leider nichts Neues. Das war schon immer so. Restaurant de Cousin (Vetterliwirtschaft). Von CHF 1 bleiben den Spielern ca. 20 Rappen. Den Rest kassieren die Steuerämter, die Monopolgesellschaft Swisslos sowie der Lotteriefonds, der ein eigennütziges Verhältnis zum Begriff "gemeinnützig" hat.
  • Thomas   Siegler aus Davos Platz
    29.10.2016
    Und ich habe immer geglaubt, der Lotteriefonds sei für ehrliche Zwecke und nicht nur für Millionäre. Also ab sofort lieber in DL Lotto spielen und Lose kaufen.
  • Urs  Meier 29.10.2016
    In einem solch elitären Verein hat es sicher genug Mitglieder, welche genau wissen wie man an die Geldtöpfe kommt und dies anzapfen kann. Dann kommen die kleinen Gefälligkeiten (Reimann hats ja gesagt) der Parteikollegen und die Gelschleusen öffnen sich. Eine Bedarfsabklärung ist in solchen Fällen nicht von Nöten.
  • Michael  Berger aus St. Gallen
    29.10.2016
    Wenn die Boote für die Förderung von Nachwuchssport benutzt werden ist Fördergeld legitim. Es erhalten auch andere Sportvereine Geld aus dem Lottotopf! Breiten- und Nachwuchssport ist gemeinnützig.