Zusatzauftrag für Stadler-Rail-Werk in der Schweiz Altenrhein baut Stadler-Züge für Aserbaidschan

Stadler Rail muss in Aserbaidschan keine Waggonfabrik betreiben. Der Auftrag ist aber nicht gefährdet. Gebaut werden die Waggons in Minsk und in Altenrhein SG.

Es soll weiter aufwärts gehen: Stadler-Rail-CEO Peter Spuhler will Aufträge in Australien ergattern. play
Peter Spuhlers Projekt in Aserbaidschan ist gescheitert. Keystone

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Mitte 2014 zog der Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail in Aserbaidschan einen Auftrag an Land: Von der Aserbaidschanischen Eisenbahn erhielt das Unternehmen von Peter Spuhler den Zuschlag für den Bau von 27 Schlaf- und 3 Speisewagen. Die Bestellung hat ein Volumen von 120 Millionen Franken.

Teil des Deals war, dass Stadler Rail ein Aserbaidschan im Rahmen eines Joint Ventures eine Fabrik betreibt. Dort sollten die Waggons gefertigt werden. Dieses Projekt wurde nun aber gestoppt, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. «Stand heute ist, dass die aserbaidschanische Eisenbahn kein Joint Venture wünscht», zitiert die Zeitung Stadler-Rail-Generalsekretärin Marina Winder.

Stadler Rail ist über das Scheitern des Joint Ventures nicht unglücklich. «Der Auftrag ist nicht gefährdet. Das ist entscheidend für uns», sagt Stadler-Rail-Chef Peter Spuhler zu BLICK. Statt in Aserbaidschan werden die Züge nun in Minsk in Weissrussland und in Altenrhein SG gebaut.

Grund für den Übungsabbruch ist der Zerfall des Öl- und Gaspreises. Aserbaidschan gehört zu den wichtigsten Erdölexporteuren unter den Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Einnahmen aus dem Verkauf von Erdöl sind eine wichtige Stütze für den Staatshaushalt. Durch den Einbruch der Rohstoffpreise fehlen dem Staat nun offenbar die Mittel, um seinen Anteil am Joint Venture zu stemmen. (gs)

Publiziert am 12.01.2016 | Aktualisiert am 12.01.2016
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4 Kommentare
  • Guerino  Dal Santo , via Facebook 13.01.2016
    Geht denn in der Schweiz alles mit rechten Dingen zu?
  • Noldi  Schwarz 12.01.2016
    Nur Schweizer Medien können über einen äusserst erforlgreichen Geschäftsmann solche Häme ausschütten. Dieser Mann riskiert etwas und ist nun halt mal halb gescheitert. Der Auftrag besteht ja immer noch. Würden alle Schweizer Unternehmen, und vor allem auch Schweizer Politiker, mehr Risiko beim Verhandeln eingehen, dann hätten wir wohl einige Probleme weniger. Erfolg und Sicherung von Arbeitsplätzen scheint in der Schweiz immer noch eine Straftat zu sein.
  • Ulrich  Stienen 12.01.2016
    In diesem Land Azerbaijan geht sowieso nichts mit rechten Dingen zu. Ich war dort und habe das gesehen.
  • Peter  Thüler aus Hong Kong
    12.01.2016
    Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird Hr Spuhler in kürze merken dass ihm mit dem Scheitern des JV Heil wiederfahren ist. War vor 35 Jahren auch in einem ähnlichen Konstrukt involviert. Das hat die Schweizerfirma dann in den Konkurs geführt.