Zurich-Versicherung streicht nach Gewinneinbruch weltweit 8000 Stellen: Allein in der Schweiz fallen 750 Jobs weg

ZÜRICH - Der Versicherungskonzern Zurich Insurance rechnet mit der Ära Senn ab: Nach einem Gewinneinbruch um 53 Prozent streicht er weltweit 8000 Jobs. In der Schweiz sind rund 750 Stellen betroffen.

Der CFO George Quinn nimmt Stellung

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Robby Hinnen (20) ist der jüngste Baustellen-Chef der Schweiz Sein Leben...
2 CS-Aktie sinkt auf 10,00 Franken – aber nicht drunter Retten...
3 Wegen Zwangs-Update für Windows 10 Microsoft muss 10'000 Dollar an...

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
31 shares
51 Kommentare
Fehler
Melden
Der Kapitän kommt schon am 7. März statt erst im Mai: CE= Mario Greco soll die Zurich wieder in ruhigere Gewässer lenken. play
Ab Mai 2016 wird Mario Greco den Versicherungskonzern Zurich leiten (Archivbild). KEYSTONE/EPA/ALLIANZ

Der Versicherungskonzern Zurich zieht die Kostenbremse: Bis 2018 will er total 1,3 Milliarden Dollar einsparen. Rund 8000 Jobs sollen bis 2018 abgebaut werden, wie der Verwaltungsratspräsident und CEO Tom de Swaan ankündigt.

Der 70-jährige Holländer hatte im letzten Herbst den langjährigen Konzernchef Martin Senn entlassen und selber die Geschäfte übernommen. In einem Monat übergibt er das Zepter an Mario Greco, der zuletzt Chef von Generali war.

Aktienkurs sackt ab

Im letzten Jahr enttäuschte die Zurich. Der Reingewinn brach um 53 Prozent auf ein 1,8 Milliarden Dollar ein. Die Eigenkapitalrendite schmolz von 11,2 auf 6,4 Prozent. Die Aktionäre sind davon aber nicht betroffen: Die Dividende soll wie im Vorjahr 17 Franken pro Aktie betragen. Dennoch reagierten die Aktionäre verchnupft: Der Kurs der Zurich-Aktie sackte um 3,6 Prozent ab. 

De Swaan schliesst Kündigungen nicht aus

An der Pressekonferenz präzisierte de Swaan den Stellenabbau. So würden konzernweit 15 Prozent der Jobs wegfallen. Auf die 5000 Stellen der Zurich in Schweiz gerechnet macht dies 750 Arbeitsplätze. 

300 davon sind bereits seit letztem Jahr bekannt. Sie sollen nach Osteuropa ausgelagert werden. De Swaan betonte, dass der Grossteil des Abbaus über natürliche Abgänge und Auslagerungen erfolge. Kündigungen schloss er aber nicht aus. 

Publiziert am 11.02.2016 | Aktualisiert am 12.05.2016
teilen
teilen
31 shares
51 Kommentare
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

51 Kommentare
  • john  meier 11.02.2016
    genau das szenario hab ich schon lange befürchtet.da werden seit der PFZ jahrelang viel zu viele leute in die schweiz geholt.in den letzten jahren fast eine million und jetzt sind die da und die stellen gehen nach und nach verloren.das wird eine arbeitslosenquote von 10 Prozent geben.kummuliert mit dem kostenintensiven asylchaos geht die schweiz garantiert vor die hunde.
  • Philipp  Rittermann 11.02.2016
    die zürich ist ein typisches beispiel von expansionswütiger misswirtschaft eines unersättlichen managements. welcome to the real world.
  • Bea  Gräub aus Aargau
    11.02.2016
    Ja dan sind die alle überflüssig gewesen.....
  • rolf  sulzer 11.02.2016
    schleichend bewegen wir uns dem entgegen, was Propheten längst prophezeit haben, dass in Zukunft eine weltweite Reduktion, entweder durch Zusammenschluss oder Banktrott, von Grosskonzernen, wie Versicherungen, Banken, Automobilherstellern, Rohstoff- und Lebensmittelherstellern etc. auf diesem Planet stattfinden wird. Die Globalisierung hat seinen "Preis". Heute besitzen 150 Familien und den USA mehr Geld als die restlichen Bewohner - Tendenz steigend.
  • Ron  Näf aus welschenrohr
    11.02.2016
    bin gerade am überlegen ob ich nicht ALLE Verträge mit Zürich Versicherungen kündige und zum Baloîse gehe....
    • Hanspeter  Tschann , via Facebook 11.02.2016
      Einfach mal nur so am Rande. Das Top-Management von Basler und Mobiliar kommt aus dem Hause Zurich. Und im weiteren können ja die 8000 Mitarbeiter kaum was dafür, dass sie jetzt abgebaut werden...? Was soll dann das ganze bewirken ausser noch mehr Arbeitslosen. Ich verstehe diese Logik nicht....