Zürich als digitaler Hotspot: Was wir vom Silicon Valley lernen können

Zürich will zu einem führenden Zentrum der digitalen Welt werden. Das Silicon Valley zeigt, wie mans macht – aber auch, was vermieden sollte.

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Wirtschaft

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Seit sechs Jahrzehnten gilt das kalifornische Silicon Valley als Hotspot für Innovation. Es begann in den 1950er Jahren mit dem Ames Research Center, einem Nasa-Forschungszentrum, dem Luft- und Raumfahrtunternehmen Lockheed, dem PC-Hersteller Hewlett-Packard, die allesamt in der US-Sonnenstube angesiedelt waren. Dann kamen, in den 1980ern, die Halbleiterindustrie, anschliessend mit Apple die PC-Industrie und ab den 1990ern mit Netscape oder Google die Internet-Firmen.

Und jetzt läuft die fünfte Innovationswelle: Social Media mit Linkedin oder Facebook. Eine unglaubliche Innovationskraft, die sich rund um die San Francisco Bay angesiedelt hat. «Wellen der Innovation neben kreativer Zerstörung» haben diesen Prozess getrieben, heisst es im «Silicon Valley Competitiveness and Innovation Project 2015».

Die Gründe für diesen Nährboden an Innovation ortet die Studie in einer hohen Dichte an topausgebildeten, oftmals aus dem Ausland geholten Talenten, einer gut ausgebauten Kultur für Risiko-Kapital sowie an Forschung und Entwicklung.

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    Initiative Digital Zurich 2025

    Zürich liegt im Herzen Europas, hat Topbanken, gute Schulen, kluge Köpfe, einen unternehmerischen Geist – ideal für ein Zentrum der Innovationen. Ringier-CEO Marc Walder (50) hat das Potenzial erkannt – und CEOs, Hochschulen sowie Stadt und Kanton Zürich motiviert, sich der Initiative Digital Zurich 2025 anzuschliessen. Wissen soll dabei vernetzt werden, Risikokapital an vife Unternehmer fliessen. www.digitalzurich2025.ch

Allerdings definiert die Studie auch Schwächen des Silicon Valley: «Neuerdings begrenzen die Behörden die Einwanderung von Hochtalentierten oder verzögern administrative Prozesse, was zu Unsicherheiten führt.» Weiter seien die lokalen Ausbildungssysteme nicht in der Lage, den Bedarf an Informatik-, Technik- oder Mathematik-Studenten sowie Naturwissenschaftlern zu decken.

Beides gilt wohl auch für den Digital-Standort Zürich, der jetzt mit einer grossen Offensive voran getrieben werden soll. Insbesondere Begrenzungen von Einwanderern aus Drittstaaten schaden diesem Projekt.

Publiziert am 19.01.2016 | Aktualisiert am 09.04.2016
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3 Kommentare
  • Sami  Müller 19.01.2016
    Mit dem Feldzug gegen Studierte und Eingewanderte entzieht unsere Politik mittlerweile leider den Nährboden für solche Entwicklungen. Ich befürchte, dass sich viele top IT-Adressen einen strategischen Rückzug auch der CH überlegen, da man zu sehr auf internationales Know-How angewiesen ist. Aber am Ende sind ja wieder die Linken schuld, d.h. alles links der SVP...
  • rolf  sulzer 19.01.2016
    Interessant, wie die Einwanderungsbefürworter den Hafer von der Spreu trennen, und natürlich nur jenen Einlass geben wollen, die man sofort im Zürcher "Silicon-Valley" einsetzen kann. Das sind Schweizer, oder wer auch immer, vom feinsten.
    • Sami  Müller 19.01.2016
      Zum einen benötigen solche Betriebe ja nicht nur hochqualifiziertes Personal, sondern auch Putzpersonal, Mensabetreiber, usw. Das wird ja auch nicht nur von Schweizern abgedeckt. Zum anderen geht es ja nicht darum, Zuwanderung per se zu befürworten. Es gilt aber, ein Klima zu schaffen, das internationalen Wissenstranfer zulässt und auch Platz hat für verfolgte Minderheiten aus anderen Staaten, wenn auch natürlich in vernünftigem Rahmen...