Zu wenig Wettbewerb? EU überprüft Syngenta-Übernahme vertieft

Die EU-Kommission tritt bei der angepeilten Übernahme des schweizerischen Düngemittelherstellers Syngenta durch den chinesischen Chemiekonzern ChemChina auf die Bremse. Die Brüsseler Behörde will den geplanten Deal vertieft prüfen.

Die Übernahme von Syngenta durch den chinsischen Chemieriesen ChemChina verzögert sich bis ins nächste Jahr. play
Brüssel überprüft Syngenta-Übernahme vertieft KEYSTONE/ENNIO LEANZA

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Die Kommission will prüfen, ob der geplante Kauf den Wettbewerb im Bereich der Pflanzenschutzmittel und der Bereitstellung bestimmter dafür benötigter Chemikalien einschränken könnte, wie sie am Freitag in Brüssel ankündigte. Die Behörde habe vorläufige Bedenken gegen das Vorhaben. Die angebotenen Produkte der beiden Unternehmen überschnitten sich stark, die gemeinsamen Marktanteile seien in vielen Märkten vergleichsweise hoch.

ChemChina hatte im März das Kaufangebot für Syngenta vorgelegt und bietet 465 US-Dollar in bar je Syngenta-Namensaktie - insgesamt rund 43 Milliarden Dollar - sowie zuzüglich eine Sonderdividende. Die Angebotsfrist läuft bis zum 8. November 2016, kann aber erneut verlängert werden. 

Die EU-Kommission hat nach eigenen Angaben bis zum 15. März 2017 Zeit, um einen Beschluss zu erlassen. (SDA)

Publiziert am 28.10.2016 | Aktualisiert am 28.10.2016
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  • Albert  Eisenring 28.10.2016
    Mit den maximal schlecht ausgehandelten Bilateralen fing es an, dass wir in bestimmten Bereichen nichts mehr zu sagen haben. Inzwischen bestimmt die EU offenbar alles – mit Ausnahme einzig dessen, wo die USA die Mächtigeren sind.
    Die CH ist vor allem deshalb nicht mehr autonom, weil ausser der SVP alle Politiker den internationalen Mainstream immer besser finden, als die den solch ideologischen und EU-hörigen Überzeugungen oft entgegengesetzten Interessen des Schweizer Volkes.
    • Fancy  Bear 29.10.2016
      Sie möchten also dass ausländische VR Mitglieder eine Schweizer Firma einfach so ans Ausland verscherbeln können? Mir gehts darum, dass reiche Länder nicht einfach alles aufkaufen können. Die Chinesen wollen griechische Stromproduzenten kaufen und bald stehen sie Schlange unsere Wasserkraftwerke zu kaufen. Wollen wir das? Immerhin versucht die EU etwas dagegen zu unternehmen. Bin ich Asiate oder Europäer...meine Wahl ist klar.
    • Albert  Eisenring 29.10.2016
      User Doe, es sind die schweren wirtschaftlichen Fehler der EU – hauptverantwortlich dafür ist ein eigentlicher Regulierungswahn – welche sie dazu veranlassen, immer noch mehr regulieren und staatlich beaufsichtigen, respektive genehmigen zu wollen/müssen.
      Ohne diese Fehler von permanent grösser werdenden staatlichen Regulierungen, welche leider auch die politische CH zunehmend mehr macht, gäbe es weder die Verlockung und schon gar keine Notwendigkeit, Firmen ans Ausland zu verscherbeln.