Läden bleiben leer Zu wenig Einwanderer, zu viele Arbeitslose

  • Aktualisiert am 03.01.2012

ZÜRICH – Dem Schweizer Detailhandel stehen schwierige Zeiten bevor. Die Umsätze werden sinken – wegen stagnierendem Lohn, fehlenden Jobs und geringerem Bevölkerungswachstum.

Die CS stellt einen Umsatzrückgang um rund 0,5 Prozent in Aussicht. Grund dafür seien steigende Krankenkassenprämien und bescheidene Lohnerhöhungen, die auf den Budgets privater Haushalte lasteten, heisst in einer neuen Studie. Ausserdem werde die steigende Arbeitslosigkeit ihre Auswirkungen haben.

Aufgrund der sinkenden Zahl von Einwanderern dürften im Vergleich zu den vergangenen Jahren auch die positiven Impulse durch das Bevölkerungswachstum geringer ausfallen. Von 2003 bis 2007 beispielsweise war rund die Hälfte des Umsatzwachstums im Detailhandel auf die Einwanderung zurückzuführen.

Fürs soeben begonnene Jahr rechnen die Ökonomen der CS damit, dass bei langlebigen Gütern wie Möbeln, Kleidern und Schmuck Zurückhaltung geübt werden wird. Im Lebensmitteldetailhandel gehen die Experten von stagnierenden Umsätzen aus, weil die Konsumenten sehr stark auf die Preise achten würden.

Die sinkenden Umsätze dürfte sich auch auf die Beschäftigung im Detailhandel auswirken. Während diese letztes Jahr als Folge von Rationalisierungen schätzungswiese um 1 Prozent rückläufig war, dürfte sie 2010 sogar um 2,5 Prozent zurückgehen. (SDA)

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