Zeitlich unbegrenzt und ohne Zuschläge Roaming-Gebüren in der EU fallen weg

Gute Neuigkeiten für EU-Mobilfunkkunden: Das Roaming soll ab nächsten Sommer innerhalb der Europäischen Union kostenlos sein.

Roaming-Gebühren fallen in der EU komplett weg play
Innerhalb der EU soll es keine Roaming-Gebühre mehr geben. RADU SIGHETI

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Nach dem Willen der EU-Kommission sollen künftig Mobilfunkkunden ihre Telefone im Ausland benutzen können, ohne Roamingzuschläge zu bezahlen. Dies sagte der für den digitalen Markt zuständige EU-Kommissar Andrus Ansi.

Ohne zeitliche Begrenzung

Das gebührenfreie Roaming solle wie geplant Mitte Juni 2017 starten. «Wir wollen, dass Roaming auf Dienst- und Urlaubsreisen ohne zeitliche Begrenzung ohne Zuschläge möglich ist», erklärte der EU-Digitalkommissar Günther Oettinger am Mittwoch in Brüssel.

Allerdings sieht die EU-Kommission Massnahmen vor, um einen Missbrauch dieser Regelung zu vermeiden. Die Nutzung einer SIM-Karte und der Roamingfreiheit soll an den Wohnsitz gebunden sein. Bei vermutetem Missbrauch soll der Telekom-Anbieter den Kartennutzer vorwarnen und das gebührenfreie Roaming eventuell abschalten dürfen.

«Wir haben unterschiedliche Preise in Europa», begründete Oettinger diese Massnahme. Es dürfe nicht dazu kommen, dass sich zum Beispiel jemand eine SIM-Karte in Lettland kaufe und die Karte nur in Irland benutze, wo die Preise sechseinhalb Mal höher seien als in Lettland. «Das lettische Telekom-Unternehmen wäre dann nach wenigen Tagen pleite», sagte Oettinger.

Die Vorschläge der EU-Kommission werden jetzt dem Gremium Europäischer Regulierungsstellen für elektronische Kommunikation (Gerek) zur Prüfung vorgelegt. Am 15. Dezember sollen die Pläne zum Abschaffen der Roaminggebühren verabschiedet werden.

Entwurf zurückgezogen

Mit diesem neuen Vorschlag macht die Brüsseler Behörde einen Rückzieher. Denn ursprünglich sahen ihre Pläne vor, Roaming nur für 90 Tage im Jahr und lediglich 30 Tage am Stück zu ermöglichen. Konsumentenschützer sowie Abgeordnete aus dem EU-Parlament hatten diese Fristen als zu kurz kritisiert.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte daher vor knapp zwei Wochen Wochen angeordnet, den ursprünglichen Entwurf zurückzuziehen. Das gebührenfreie Roaming solle wie geplant Mitte Juni 2017 starten. «Wir wollen, dass Roaming auf Dienst- und Urlaubsreisen ohne zeitliche Begrenzung ohne Zuschläge möglich ist», erklärte der EU-Digitalkommissar Günther Oettinger am Mittwoch in Brüssel.

Publiziert am 21.09.2016 | Aktualisiert am 23.09.2016
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12 Kommentare
  • Mario  Solario aus Lausanne
    22.09.2016
    wenn ich mich recht erinnere war das schon mal bei uns ein Thema. dank der bürgerlichen Mehrheit wurde alles abgeschmettert..
  • Marion  Jost aus Schönenwerd
    22.09.2016
    Die die jetzt motzen sollten sich bitte an die Diskussion im NR über das Thema Roaming erinnern!! Es war nicht der BR der es nicht wollte, der NR hat die Senkung der Roaming-Gebühren verhindert! Und jetzt denkt bitte nach was wir für eine Mehrheit im NR haben!! Na, klingelt es (auch ohne Roaming-Gebühren :-)
  • Reto Patrick  Thurgau 22.09.2016
    Das ist genau das was ich immer wieder bemängle bei unseren Politikern. Wir Schweizern müssen mit unseren Steuergeldern die EU mitfinanzieren, müssen Gesetzte und Vorlagen übernehmen aber wenn es mal etwas zu Gunsten der Schweizer Bevölkerung geben würde, dann sind die Schweizer ausgeschlossen. Ich dachte immer wir hätten Bilaterale Verträge? Ich glaube einfach noch immer dass unsere Verträge mit der EU nur unilateral sind. Zahlen ja, erhalten nichts.
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      22.09.2016
      Das liegt nicht an den Bilateralen sondern an unseren Politikern! Die Diskussion war vor nicht mal so langer Zeit im NR, man hat es aber abgelehnt!!!
  • Meyer  Karl 22.09.2016
    Was jukts mich, ich habe schon hier nichts zu sagen am Handy, im Ausland erst recht nicht.
  • Heidi  Engel , via Facebook 21.09.2016
    Genau alles Gakern sie sonst der EU nach wenn es zu Gunsten dem Bundesrat und der Profitieren kann, aber diese Roaming Gebüren setzt die Swisscom Bestimmt nicht auf spiel da der "Konsument sonst Profitieren kann", und weniger Geld in die Swisscom und Bundeskasse fliesst!!!!