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Wenn am Donnerstag die Credit Suisse (CS) die Ergebnisse fürs zweite Quartal bekannt gibt, sind die Augen des Schweizer Finanzplatzes auf die kleinere der beiden Grossbanken gerichtet. Im Gegensatz zur Konkurrentin UBS wird die CS einen Gewinn ausweisen können.
Inwiefern die Nummer 2 an ihren überraschend hohen Gewinn des ersten Quartals anschliessen kann, spekulieren Analysten. Für die Periode von April bis Juni wird mit einem Gewinn in der Bandbreite zwischen knapp 1 bis deutlich über 2 Milliarden Franken gerechnet.
Von Januar bis März erzielte die CS nach einem verlustreichen 2008 einen Reingewinn von ziemlich genau 2 Milliarden. Für schwarze Zahlen gesorgt hatte insbesondere die Investmentbank, die zuvor neu ausgerichtet wurde.
Vom Erfolg dieser Neuausrichtung dürfte auch die Höhe des CS-Ergebnis fürs zweite Quartal abhängen. Gesteigert wurden die Erwartungen an den CS-Gewinn aber auch durch die jüngsten Quartalsergebnisse von amerikanischen Banken, die ihre Gewinne zum Teil über 30 Prozent steigern konnten.
Weniger rosig ausfallen wird das Quartalsergebnis bei der CS-Konkurrentin UBS, welche ihr Resultat am 4. August bekannt geben wird. In einem internen Memo an die Mitarbeiter hat UBS-Chef Oswald Grübel mitgeteilt, dass der erneute Quartalsverlust grösstenteils auf buchhalterische Verluste aufgrund geringerer Risikoaufschläge für eigene Verbindlichkeiten zurückzuführen sei.
Zudem lasteten auch die Kosten der laufenden Restrukturierung auf dem Ergebnis der UBS. Allerdings habe sich das operative Ergebnis der Bank in den letzten Monaten verbessert, schrieb Grübel letzte Woche. Im ersten Quartal musste die UBS noch 2 Milliarden Verlust ausweisen.
Wie hoch der Verlust der grössten Schweizer Bank im zweiten Quartal genau ausfallen wird, dürfte die Fachwelt indes ohnehin weniger interessieren als der Ausgang des Streits mit den amerikanischen Behörden um die Herausgabe von Kundendaten.
Doch nicht nur die CS und die UBS veröffentlichen in den nächsten Tagen ihre Zahlen. Von Interesse dürften auch die Resultate der Kantonalbanken und anderen Schweizer Geschäftsbanken sein. Insbesondere der Neugeldzufluss auf Kosten der Grossbanken und speziell der UBS dürfte dabei die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Der letzte Woche bekannt gewordene Neugeldzufluss der Migros Bank in der Höhe von 1 Milliarde Franken im ersten Halbjahr, aber auch bereits veröffentlichte Zahlen von Kantonalbanken lassen darauf schliessen, dass weiterhin viel Geld von den Grossbanken zu den kleineren Banken abfliesst und die das Vertrauen der Schweizer Kunden in die Grossbanken noch nicht zurückgekehrt ist. (SDA/gux)
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Die UBS- und CS-Sitze am Zürcher Paradeplatz. (Keystone)