ATHEN - Vor knapp zwei Jahren forderte die Zeitung «Bild»: «Verkauft doch eure Inseln, ihr Pleite-Griechen». Nun denkt offenbar selbst die griechische Regierung über einen Inselverkauf nach.
In einem Interview mit der französischen Zeitung «Le Monde» sagte der griechische Ministerpräsident Samaras gestern, seine Regierung sei bereit, unbewohnte Inseln zu verkaufen. Einige dieser Inseln könnten durchaus von wirtschaftlichem Nutzen sein.
Bedingung sei aber, dass der Verkauf keine Gefahr für die nationale Sicherheit sei, erklärte Samaras. Es gehe darum, ungenutztes Land in Kapital zu verwandeln, das Einnahmen generiere, und das zu einem fairen Preis.
Bisher gab es vereinzelt Griechen, die versuchten, ihre Privatinseln zu verkaufen. Vor drei Monaten standen rund 75 Inseln zum Verkauf. Das schrieb die österreichische Zeitung «Der Standard».
Laut Makler Farhad Vladi von Vladi Private Islands lief der Verkauf harzig. Denn ein Nichtgrieche braucht 32 Genehmigungen von 32 unterschiedlichen Stellen, um ein Eiland zu kaufen. (cst/SDA)
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