«Wir wollen kein Schwarzgeld mehr»
Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) baut die Vermögensverwaltung forsch aus. Doch von ausländischen Kunden will sie nur noch versteuertes Geld.
Von Silvio Bertolami | Aktualisiert um 00:22 | 29.08.2009
Die Vermögensverwalter der ZKB haben ein gutes erstes Halbjahr 2009 hinter sich. Privatpersonen vertrauten ihnen neues Geld im Umfang von 4,9 Milliarden Franken an. Nun verwaltet die ZKB im sogenannten Private Banking 35 Milliarden Franken.
Auf Pirsch geht die drittgrösste Schweizer Bank auch im Ausland. Vor allem in Deutschland, Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn. «Dabei halten wir uns strikt an die Gesetze in den jeweiligen Ländern», sagt Christoph Weber, Chef des ZKB-Private-Banking. «Von neuen Kunden wollen wir kein Schwarzgeld mehr.»
Die ZKB verlangt zwar von Neukunden keine schriftlichen Beweise. Diese müssen aber «glaubhaft» darlegen, dass das Geld versteuert ist. Damit gehen die Zürcher Kantonalbanker in die gleiche Richtung wie Liechtenstein. Das Ländle will ab 2015 – vorerst mal was britische Kunden betrifft – nur noch versteuertes Geld.
«ZKB hat in den USA nie systematisch Beihilfe zum Steuerbetrug geleistet»
Für Christoph Weber steht fest: Das Bankgeheimnis ist zum Schutz der Privatsphäre da. Aber als Mantel für Steuerflüchtlinge hat es keine Zukunft. Und was geschieht mit den Altkunden, welche Schwarzgeld haben? Die ZKB will sie auf die Vorteile hinweisen, die eine Legalisierung hat – etwa bei der späteren Vererbung.
Kunden mit Wohnsitz in den USA wollen die Zürcher überhaupt keine mehr, nicht mal saubere – weil sie nicht rentieren. Könnte es aber sein, dass die ZKB in den USA noch für Sünden in der Vergangenheit büssen muss? «Die ZKB hat sicher nie etwas Ähnliches gemacht wie die UBS», sagt ZKB-Chef Martin Scholl.
Also keine systematischen Tricks wie Tarnfirmen, Trusts oder fingierte Namen auf Kreditkarten angewendet. «Dass aber der eine oder andere Kundenberater auf Ferienreise in den USA war und dort unerlaubterweise einen Kunden traf», sagt Scholl, «können wir nicht ausschliessen.»
Auf Pirsch geht die drittgrösste Schweizer Bank auch im Ausland. Vor allem in Deutschland, Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn. «Dabei halten wir uns strikt an die Gesetze in den jeweiligen Ländern», sagt Christoph Weber, Chef des ZKB-Private-Banking. «Von neuen Kunden wollen wir kein Schwarzgeld mehr.»
Die ZKB verlangt zwar von Neukunden keine schriftlichen Beweise. Diese müssen aber «glaubhaft» darlegen, dass das Geld versteuert ist. Damit gehen die Zürcher Kantonalbanker in die gleiche Richtung wie Liechtenstein. Das Ländle will ab 2015 – vorerst mal was britische Kunden betrifft – nur noch versteuertes Geld.
«ZKB hat in den USA nie systematisch Beihilfe zum Steuerbetrug geleistet»
Für Christoph Weber steht fest: Das Bankgeheimnis ist zum Schutz der Privatsphäre da. Aber als Mantel für Steuerflüchtlinge hat es keine Zukunft. Und was geschieht mit den Altkunden, welche Schwarzgeld haben? Die ZKB will sie auf die Vorteile hinweisen, die eine Legalisierung hat – etwa bei der späteren Vererbung.
Kunden mit Wohnsitz in den USA wollen die Zürcher überhaupt keine mehr, nicht mal saubere – weil sie nicht rentieren. Könnte es aber sein, dass die ZKB in den USA noch für Sünden in der Vergangenheit büssen muss? «Die ZKB hat sicher nie etwas Ähnliches gemacht wie die UBS», sagt ZKB-Chef Martin Scholl.
Also keine systematischen Tricks wie Tarnfirmen, Trusts oder fingierte Namen auf Kreditkarten angewendet. «Dass aber der eine oder andere Kundenberater auf Ferienreise in den USA war und dort unerlaubterweise einen Kunden traf», sagt Scholl, «können wir nicht ausschliessen.»
Das sagen Blick.ch-Leser
- hans vigini, buttikon - 21:16 | 29.08.2009
- » Das heisst. Auch diese Bank hat Schwarzgeld angenommen. Was für eine verlogene Welt
- Arthur Huber, Winterthur - 18:00 | 29.08.2009
- » 4,9 Milliarden Franken werden der ZKB von Privatpersonen im ersten Halbjahr 2009 anvertraut. Woher stammen diese Vermögenswerte wo doch allerorts von Geldnot gesprochen wird? Irgendwie Schwarzgeld, denn wenn so viel abgeschöpft werden kann so kann etwas nicht stimmen! Das kann ehrlich ja gar nicht erarbeitet werden oder man arbeitet 48 Stunden täglich! Zu was für einem Lohnsatz?
- Walter Dinkelacker, 9200 Gossau/SG - 16:55 | 29.08.2009
- » Hallo Franz Huber. Bevor Sie solche Gedanken in den Blick schreiben, bitte ich Sie genau zuschreiben, und wenn es nur mit einem Finger ist. Jhren Kommentar ist schlicht sehr unleserlich.
- beat sigrist, zürich - 13:50 | 29.08.2009
- » Wir sind im Krieg gegen die ganze Welt- damit meine ich einen Wirtschaftskrieg. England und die USA verwalten zusammen mehr Geld als alle schweizer Banken welches nicht versteuertes Geld ist - sei es auf komisch kleinen Inseln oder sogar offiziell mit dem Segen vom weissen Haus auch in 2 Staaten in den USA. Was ist mit den deutschen und französischen Banken im Ausland????? Die ganze Welt gegen die Schweiz....wann schützt uns unsere Regierung in diesem Krieg?
- benjamin handschuh, zürich - 12:34 | 29.08.2009
- » Sie wollen kein schwarzgeld mehr! was heisst dass? Das sie bis anhin gerne Schwarzgeld hatten! oder was sonst. Und die ZKB hat auch sonst langsam ein problem mit der Privatvermögensverwaltung, denn auch dort ist Beratung nicht beratung sondern richtig bennent würde mann von Verkauf sprechen. Oder wie im Privatbanking es oft heist der Kunde wird wie ein rohes Ei behandelt; mann schlägt ihn in die Pfanne!
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