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Bei Personen, die nur selten zum Mobiltelefon greifen, ist der Preisunterschiede gar noch grösser als 57 Prozent, sagte Philipp Metzger, Vize-Direktor der Abteilung Telecomdienste, an der Jahresmedienkonferenz des Bundesamts für Kommunikation (BAKOM) in Biel.
Ein Grund für den Unterschied sind die hohen Terminierungsgebühren. Die Gebühren, welche die Telekomgesellschaften für die Umleitung von Anrufen in ein anderes Mobilfunknetz verrechnen, liegen in der Schweiz 36 Prozent über dem EU-Schnitt.
Die Schweizer Bevölkerung hält ihrem historischen Telekomanbieter weiterhin treu die Stange. Noch immer telefonieren 62 Prozent mit der ehemaligen Monopolistin Swisscom. In der EU liegt der entsprechende Anteil bei 38 Prozent.
Konkurrenzfähiges Festnetz
Anders ist das Bild beim Festnetz: Das Preisniveau unterscheidet sich kaum von demjenigen der EU. Auslandgespräche waren letztes Jahr in der Schweiz gar um fast die Hälfte günstiger als in der EU.
Auch in diesem Bereich hat die Swisscom mit einem Marktanteil von 59 Prozent nach wie vor eine beherrschende Stellung. Allerdings sieht es hier in der EU nicht anders aus: Dort bedienen die ehemaligen Monopolisten gar 65 Prozent des Marktes.
Breitband weit verbreitet
Einen Spitzenplatz nimmt die Schweiz bei den Breitbandanschlüssen für den Internetzugang ein. Unter den 30 OECD-Staaten belegte die Schweiz hinter Dänemark, den Niederlanden und Norwegen den 4. Rang.
Preislich mag die Schweiz dagegen nicht mitzuhalten. Auch wenn die Tarife pro Mbit/s stetig sinken, belegte die Eidgenossenschaft letztes Jahr lediglich Platz 22. (SDA)