Berlusconi-Girl: «Wir waren vier Mädchen pro Gast»

ROM – Den Männern gegenüber zeigte sich Silvio Berlusconi an seinen berüchtigten Partys grosszügig. Die Mädchen speiste er mit billigem Schmuck ab.

  • Publiziert: 07.07.2009, Aktualisiert: 14.01.2012

Nach Callgirl Patrizia dAddario (42) plaudert eine zweite Frau über die feucht-fröhlichen Partys im Hause von Silvio Berlusconi: Maria Teresa De Nicolò (37) erklärte der Zeitung «la Repubblica» ausführlich, wie sich ein Abend mit Berlusconi, wichtigen Gästen und schönen Frauen im Regierungspalast Grazioli abspielte.

Berlusconi gab sich demnach gar nicht knausrig, wenn es um den Frauenanteil an seinen Partys ging: «Wir waren etwa 20 Mädchen», erzählt De Nicolò von der feucht-fröhlichen Fete in Rom. «Für einen Mann gab es also vier Frauen.»

Auch sie bekam 1000 Euro «Lohn»

Die attraktive Brunette aus Bari war wie die meisten Party-Girls von Gianpaolo Tarantini, Berlusconis «Sonderbeauftragten» in Sachen Frauenbeschaffung, nach Rom eingeladen worden.

Warum sagte er ihr erst im letzten Moment: Für eine Party beim Regierungschef höchstpersönlich. Die Spesen übernahm Tarantini. Am Ende gabs noch 1000 Euro extra für De Nicolò. Sozusagen als Lohn.

Outfit: «frivol und verführerisch»

Der Abend beim mächtigsten Mann Italiens hat die Frau begeistert: «Mein Outfit war von einer frivolen Eleganz und sehr verführerisch», sagt sie. «Beim Abendessen sprachen wir auch über Politik, Silvio war ein hervorragender Gastgeber.»

Silvio? Offenbar war die Stimmung vom Champagner so aufgelockert, dass bald alle den Ministerpräsidenten duzten, so De Nicolò. Nach dem Essen hätten sie Witze erzählt und neapolitanische Volkslieder gesungen, später auch getanzt.

Billig-Geschenke für die Damen

Berlusconi griff dabei offenbar auch mal durch, wenn ihm die Gesangkünste nicht passten: «Er sah mich vorwurfsvoll an und bat mich aufzuhören, als ich sang», erinnert sich das Party-Girl.

Berlusconi liess es sich nicht nehmen, Geschenke zu verteilen: «Er schenkte mir Anhänger. Einen Schmetterling und eine Schildkröte. Und zwei kleine Soldaten.» Auf die Frage, ob sie die Nacht beim Regierungschef verbracht habe, wollte De Nicolò nicht antworten. (bih)

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