Fleissig wie die Bienen Wir sind Schlusslicht beim Ferienmachen

  • Publiziert: 13.10.2009, Aktualisiert: 03.01.2012

BERN – Wenig Zeit zum Faulenzen: Die Schweiz ist europäisches Schlusslicht beim gesetzlichen Ferienanspruch und bei den Feiertagen. Finnen und Franzosen habens viel lockerer.

Eine heute veröffentlichte Studie des Beratungsunternehmens Mercer hat die Ferien- und Feiertagsregelungen in über 40 Ländern weltweit untersucht. Der Vergleich basiert auf dem gesetzlichen Anspruch eines Mitarbeiters, der fünf Tage die Woche arbeitet und seit zehn Jahren in einem Unternehmen tätig ist.

In allen europäischen Ländern liegt der gesetzliche Ferienanspruch teilweise deutlich höher als in der Schweiz. Für die Schweiz werden 20 Tage gesetzlicher Anspruch sowie 9 Feiertage angegeben.

Finnen haben mindestens 6 Wochen Ferien

Neben dem 1. August ist jeder Kanton nämlich berechtigt, bis zu acht Feiertage im Jahr einzurichten. In einzelnen Kantonen und Bezirken kann es ausserdem einige weitere freie Tage geben.

Genauso niedrig wie in der Schweiz ist die Zahl vorgeschriebener Ferien laut der Studie auch in Deutschland, Italien, Belgien, Irland, Lettland, Slowenien, Slowakei, Zypern, Tschechien und den Niederlanden.

Mit 30 Tagen Mindesturlaub gehören Finnland und Frankreich nicht nur in Europa, sondern auch weltweit zur Spitze, wie Mercer mitteilte. Ebenfalls 30 vorgeschriebene Ferientage gebe es nur noch in Brasilien.

Keine Gesetzesvorgaben in USA

In den USA gibt es als einzigem untersuchten Land keine gesetzlich festgelegte Mindestzahl von Ferientagen. In der Praxis hätten Angestellte dort aber jährlich 15 Tage frei.

Arbeitnehmer in China haben der Untersuchung zufolge nach dem ersten und bis zum zehnten Arbeitsjahr in einem Unternehmen per Gesetz Anspruch auf fünf Ferientage. Danach stünden in China Arbeitnehmern jährlich zehn Tage zur Erholung zur Verfügung, teilte Mercer mit.

Dank Feiertagen zwischen 10 und 12 Tagen steigen in der Spitzengruppe Finnland, Brasilien, Frankreich, Litauen und Russland die Ferien auf 40 respektive 41 Tage an. Spitzenreiter bei den Feiertagen sind Japan (16 Tage), Zypern (15), Slowakei (15) sowie Malta und Spanien (je 14). (SDA)

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