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Geiz scheint nicht immer geil zu sein: Wenn es um gerechten Handel mit exotischen Produkten geht, greifen die Schweizer schon mal tiefer ins Portemonnaie. Das spüren nicht nur die Bio-Labels, das merkt auch die Max-Havelaar-Stiftung. Der Absatz von zertifizierten Produkten legte im vergangenen Jahr um fünf Prozent auf 221 Millionen Franken zu.
Die Fair-Trade-Produzenten erzielten 2005 im Vergleich zum konventionellen Markt 13,5 Millionen Franken Mehreinnahmen, wie Max Havelaar mitteilte. Rund 22 Prozent des Endverkaufspreises flossen zu den Produzenten im Süden. Im konventionellen Handel wären es nur 16 Prozent gewesen.
Erfolgreich waren vor allem die Sparten Blumen und Kaffee. Leicht rückgängig war dagegen der Verkauf von Bananen. Die im vergangenen Frühling lancierten Max-Havelaar-Textilien haben die Erwartungen nicht erfüllt.
Im internationalen Vergleich fiel das Wachstum der Max-Havelaar-Stiftung in der Schweiz geradezu bescheiden aus. Die 21 nationalen Fair-Trade-Organisationen haben im vergangenen Jahr den Umsatz um 45 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro (1,7 Mrd. Franken) gesteigert. Dennoch sind die Schweizer immer noch Weltmeister des fairen Handels. Sie gaben 2005 pro Kopf rund 29 Franken für Fair-Trade-Produkte aus.
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Blumen zu fairen Bedingungen: Dafür geben die Schweizer gern auch ein bisschen mehr Geld aus. (Max Havelaar)