«Wir sind alle Frank Underwood» Kevin Spacey war der König von Davos

Hollywood-Star Kevin Spacey zog das WEF in den Bann.

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Kevin Spacey setzt sich hin, zückt das Telefon – und fotografiert die Zuschauer im Saal. «Jetzt knipse mal ich», witzelt der Star aus Hollywood.

Wie keiner zog Spacey (56) das diesjährige WEF in seinen Bann. Er huschte durch Hotels, ass im Weinkeller des Steigenberger, sang in einer Bar, redete über die Zukunft des Kinos, warb für eine Sicherheitsfirma. Ständig waren die Kameras auf den Star von «House of Cards» gerichtet. Spacey gibt in der US-TV-Serie den machtversessenen und skrupellosen Politiker Frank Underwood. Der steigt bis ins Weisse Haus auf – und bringt alle anderen zu Fall.

Die Serie sei der Realität näher, als viele denken würden, sagte Spacey in Davos GR. «Underwood ist überall, in jedem von uns steckt ein bisschen Frank», so Spacey auf einem Podium. «Wer aufsteigt, wirft andere zu Boden.»

«Habe für betrunkenere Leute an der Piano-Bar gesungen»

Als Mischung aus Spacey und Underwood gab er sich am Freitagabend in der Piano-bar des Hotels Europa. An der rechten Hand trug er einen dicken Ring mit den Initiatalen «FU» – Frank Underwood, dazu einen Kapuzenpulli und Jeans. Er zeigte sich in bester Laune, posierte für Selfies und wimmelte Fotografen ab.

Spacey liess sich den Auftritt fürstlich bezahlen – von der Genfer Cyber-Security-Firma Wisekey. Gründer Carlos Moreira plant einen Börsengang und braucht Publizität. Er schmiss die Party in der Pianobar, Spacey amtete als Lockvogel.

Zuerst verzog er sich mit einem Kunstberater in eine Ecke, verschwand – und kam für eine umwerfende Rede zurück. «Hey, alle dort hinten in der Bar, kommt hierher, es gibt Goldbarren.» Als «grossartig» beschrieb er seinen ersten Besuch am WEF. «Shuuuut uuuup!», schrie er den angetrunkenen Party-Gästen zu, die ihm nicht zuhören wollten – «haltet die Schnauze!» Er habe in Davos «viel gelernt». Just tat er, wofür er bezahlt ist: «Cyber-Security ist sehr wichtig, achtet darauf, dass eure Identität sicher bleibt.»

Dafür sorgt Sponsor Wisekey. Zuletzt gemahnte Spacey: «Der Graben zwischen Profiteuren und Opfern der Digitalisierung darf sich nicht vergrössern.» Ko-Sponsor der Party war Bulgari. Vollzogen ist somit der Bruch Spaceys mit der Schaffhauser Uhrenmarke IWC. Er sei nicht mehr Markenbotschafter, bestätigt ein IWC-Sprecher. «Seit dem House of Cards ›- Erfolg ist Spacey astronomisch teuer», so ein Insider. 

Publiziert am 24.01.2016 | Aktualisiert am 01.04.2016
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7 Kommentare
  • Ines Maria  Giezendanner aus Viganello
    24.01.2016
    Am nächsten WEF werden wahrscheinlich sogar die Oscars in Davos verteilt_die Hollywood-Stars tun ja soviel für die Probleme und den Weltfrieden, dass ihre Anwesenheit am WEF direkt unentbehrlich ist.
  • Ines Maria  Giezendanner aus Viganello
    24.01.2016
    Noch so ein Held, der in Davos nichts zur Verbesserung der Welt und des Friedens beigetragen hat,_wie alle anderen Anwesenden auch. Ausser einer Fress- und Sauf-Orgie ist auch dieses Jahr wieder nicht viel passiert am WEF.
    • Elisabeth  Nietlispach , via Facebook 24.01.2016
      Wie können Sie so einen Negativen Bericht Veröffentlichen ohne dabei gewesen zu sein. Da wurde mehr erreicht als Sie Ahnen .
  • Verena  Kummer 24.01.2016
    König von Davos?! Habe von dem noch nie was gehört. Clooney wär mir lieber...
    • Alain  Hüppi aus Kriens
      24.01.2016
      Traurig, immer nur dem Kommerz hinterher rennen... Spacey ist schauspielerisch mindestens auf gleicher Höhe... Sollte man eig. auch kennen wenn einem schon der Hollywood-Clooney bekannt ist...
    • Silvia  Geiger aus Santa Fe
      25.01.2016
      Anscheinend kennen Sie nur einen Schauspieler und das ist Clooney. Kevin Spacey ist einer der besten Schauspieler die Hollywood anzubieten hat. Und das seit Jahren.
  • Michael  Grünenfelder , via Facebook 24.01.2016
    Das Weltwirstschaftsforum scheint zur Hollywood-Bühne zu verkommen !