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Dabei nannte Griechenlands Finanzminister Evangelos Venizelos Sonntagnacht seit Tagen als Datum der Entscheidung. «Alle Themen, alle Zusagen, Sonntagnacht muss der Prozess abgeschlossen sein», heizte Venizelos auch Samstagabend ein. Griechenlands Zukunft stehe auf Messers Schneide.
Auch Josef Ackermann schaltete sich ein. Der Deutsche-Bank-Chef warnte eindringlich vor einer Insolvenz Griechenlands und einem Auseinanderbrechen der Euro-Zone. Euro-Gruppe-Chef Jean-Claude Juncker pochte auf einen stärkeren Reformwillen. Dabei schloss er eine Staatspleite Griechenlands nicht mehr aus. Auch am Sonntag wurde hinter verschlossenen Türen Stunde um Stunde über die Umschuldung und ein Hilfspaket für Griechenland verhandelt: ein zweites Rettungspaket über 130 Milliarden Euro und eine Verringerung der Schuldenlast um 100 Milliarden Euro. Knackpunkt: Alle Parteien in Athen müssen auf den Sparkurs einschwenken und insbesondere zu den Senkungen des Mindestlohnes und des Feriengeldes Ja sagen. Ministerpräsident
Lukas Papademos soll mit seinem Rücktritt gedroht haben, wenn sich die Parteien nicht einigten.
Offenbar ohne Anzeichen auf eine Einigung sind die Schuldenverhandlungen der griechischen Regierung mit der Troika aus EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds gestern Abend zu Ende gegangen. Das ursprünglich für Montag geplante Sondertreffen der Euro-Finanzminister wurde gemäss Venizelos auf Mittwoch verschoben. (SDA)
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