UBS entdeckt ihre Wurzeln Wie echt ist die neue Liebe zur Schweiz?

  • Publiziert: 02.07.2012
  • Von Thomas Ungricht
play Die Grossbank UBS zeigt Interesse an der Mitfinanzierung einer zweiten Gotthard-Röhre. (Keystone)

ZÜRICH - Wird sich die Grossbank am Bau der zweiten Röhre am Gotthard beteiligen? Es wäre gute Werbung und ein Seitenhieb gegen die Credit Suisse.

Die UBS arbeitet weiter daran, ihr ramponiertes Image in der Schweiz wieder herzustellen. Sie finanziert zum Beispiel fünf Lehrstühle an der Uni Zürich für mehr als 100 Millionen Franken.

Und nun schliesst die Bank auch ein Engagement beim Bau eines zweiten Gotthard-Strassentunnels nicht aus. Es sei zwar noch zu früh für konkrete Pläne, heisst es bei der UBS. Aber würde sich eine private Finanzierung des Milliarden-Projekts abzeichnen, wäre eine UBS-Beteiligung nicht ausgeschlossen.

«Derzeit steht das aber nicht zur Diskussion», sagt ein UBS-Sprecher gegenüber Blick.ch. Weil man zum aktuellen Zeitpunkt ja nicht wisse, ob es zu einer Private-Public-Partnership komme.

Es wäre tolle Werbung für die Bank. Besonders weil laut Umfragen heute eine Mehrheit der Schweizer einem Bau zustimmen würden.

Heimmarkt vernachlässigt

Während Jahren hatte die UBS ihren Heimmarkt stiefmütterlich behandelt. Doch da scheint sich was gewandelt zu haben. Für rund 200 Millionen Franken wird das Schweizer Filialnetz aufgemöbelt.

Mit der Gotthard-Finanzierung würde sie auch der Konkurrentin Credit Suisse ein Schnippchen schlagen. Gründer der Schweizerischen Kreditanstalt – heute die CS – war Alfred Escher. Eisenbahnpionier und der geistige Vater des Gotthard-Bahntunnels.

Alle Kommentare (3)

  • Philipp  Rittermann
    der ruf der ubs steht und fällt mit der glaubwürdigkeit und der akzeptanz beim volk. dies bedingt ethisches handeln und die wertschätzung auch der "kleinen" kunden-; sowie gutem und speditiven support. bringt man die salärexzesse noch weg, wird die ubs auch nicht immer in der schusslinie sein
    • 03.07.2012
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  • Paul  Zellweger , Amriswil , via Facebook
    Liebe UBS ,
    leg das Geld zur Seite für schlechtere Zeiten und kümmere dich um dein Bankgeschäft. Wir haben keine Lust dich nochmals zu retten und haben nicht vergessen, dass du Swissair grounden liessest.
    • 03.07.2012
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  • Hans  Häberli , via Facebook
    Es ist fraglich, ob dies zum aufpolieren des Images ausreichen wird.
    Diese Bank hat sich in der Vergangenheit von der Schweiz entfremdet und sich nur bewusst auf ihre Wurzeln besonnen, als die Schweiz sich durch deren Gebärden an den Karren fahren lassen und vermitteln durfte. Werden die CHF 200 Millionen durch einmalige Lohneindämmungen des CEOs aufgetrieben? Das wäre abwechslungsweise eine wirklich positiv aufzufassende Nachricht.
    • 02.07.2012
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