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Platz 7: Pascal Couchepin (Keystone)
In einem heute vorab veröffentlichten Interview mit der deutschen Wochenzeitung «Die Zeit» äussert sich Couchepin zurückhaltend zur UBS-Affäre. Auf den Einwand des Journalisten, er sehe keine bundesrätliche Strategie in der UBS-Affäre, sagt Couchepin, man könne sich diese Frage stellen. Vielleicht sei die Schweiz aber auch zu bescheiden.
Nicht äussern will er sich dazu, ob der Entscheid, UBS-Daten an die USA herauszugeben, besser planbar gewesen wäre. Er stehe aber voll hinter dem Entscheid des Bundesrats. Man habe schnell handeln müssen; es habe eine Gefahr für die UBS gegeben.
Milliarden für UBS verteidigt
Couchepin verwahrt sich auch gegen den Vorwurf, heutzutage wolle die ganze Wirtschaft Geld vom Staat. In der Schweiz sei dies nicht so. Die Milliarden für die UBS seien eine Investition in eine Infrastruktur.
In anderen Ländern unterstütze man die Automobilindustrie. Dass man diese Unterstützung aber nicht gebrauche, um die Industrie dazu zu zwingen, umweltfreundlichere Autos zu produzieren, könne er nur schwer verstehen. Noch mehr erstaune ihn, dass niemand eine ernsthafte Alternative zur Mischung von Marktwirtschaft und Staatsinterventionen habe.
Starker Bundespräsident
Couchepin bringt im Interview auch seine bereits geäusserte Idee wieder auf, der Bundespräsident solle mindestens zwei Jahre im Amt bleiben und ad personam vom Parlament gewählt werden. Dann habe man in Krisenzeiten jemanden, der wirklich führe. Ein Wink an den jetzigen Bundespräsidenten Hans-Rudolf Merz?
Diese Person müsse dann von ihren Dossiers entlastet werden, um Zeit für eine Strategie des Bundesrats zu haben. Das Gremium als Ganzes könne eine Vision fürs Land entwerfen. (SDA)