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Seit 1952 ist Kägi-fret eine der grossen Marken der Schweiz. 70 Beschäftigte produzieren die Schoggi-umhüllten Waffeln bei der Kägi AG in Lichtensteig SG. Das Unternehmen setzt 25 Millionen Franken um, wie Insider schätzen. Roland, eine weitere Traditionsmarke, produziert in Murten FR mit 142 Mitarbeitern Salzgebäck und Knäckebrot im Wert von jährlich 40 Millionen Franken.
Beiden droht jetzt der Verkauf ins Ausland. Denn deren Besitzerin, der Kiosk-Konzern Valora, möchte sie loswerden. Sie will sich aufs Handelsgeschäft konzentrieren. Die UBS wird die Suche nach Kaufinteressenten aufnehmen.
Doch schon ist ein «Weisser Ritter» für Roland und Kägi in Sicht – der Trimbacher Biskuit-Hersteller Wernli, Angehöriger von der Nordeck-Gruppe. Die wiederum wird von Nachfahren der deutschen Keks-Dynastie Bahlsen kontrolliert. Nordeck-Chef Michael Sarp (59): «Insbesondere Kägi ist für mich eine Schweizer Kultmarke. Ein ausländischer Konzern wird es schwer haben, die Schweizer Tradition zu erhalten.»
Deshalb soll Wernli nun die Branchen-Kollegen kaufen. Auch der Biskuithersteller Hug ist interessiert. Fraglich nur, ob die Malterser über die nötigen Mittel verfügen. Denn bereits haben viele Investoren aus dem In-, aber auch aus dem Ausland bei Valora angeklopft.