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Die Welt ächzt unter der Finanzkrise. Doch Daniel Vasella (55) schwebt im Aufwind. «Ich bin immer dann skeptisch, wenn die anderen optimistisch sind», sagt der Novartis-Chef. «Jetzt bin ich wieder zuversichtlicher.»
Voller Stolz spazierte der dienstälteste CEO der Pharma-Welt am vergangenen Mittwoch nach der Präsentation seiner Jahresergebnisse durch den neuen Novartis-Campus in Basel. 2,3 Milliarden Franken steckte der Konzern in den renovierten Hauptsitz.
Für den Pharma-Multi ist das ein Klacks. 8,1 Milliarden Dollar Gewinn flossen 2008 in die Konzernkasse, das zwölfte Rekordergebnis in Folge. Davon profitierte auch Vasella persönlich. Er bezog Bargeld, Aktien und Optionen im Marktwert von 40,3 Millionen Franken, zehn Millionen mehr als im Jahr zuvor. Abgesehen von der Generika-Sparte habe Vasella in allen Bereichen die Ziele übertroffen, begründet das Unternehmen die happige Lohnerhöhung. «Natürlich sind die Löhne hoch», sagt Vasella beim Mittagessen mit Journalisten. Aber Unternehmer und Erben bezögen ebenfalls viel Geld. «Darüber regt sich auch niemand auf!»
Viele Aktionäre schütteln über solche Vergleiche den Kopf. Zwar kamen sie mit ihren Novartis-Papieren viel besser durch die Krise, als wenn sie ihr Geld in Banken gesteckt hätten. «Dennoch ist Vasellas Salär jenseits von Gut und Böse», kritisiert Dominique Biedermann (50), Direktor der Anlagestiftung Ethos in Genf. Die Höhe sei überrissen, deshalb habe Vasella auch keine Steigerung verdient. Hinzu kommt: Vasellas Aktien und Optionen sind zwar bis zu zehn Jahre gesperrt, doch an der zugeteilten Anzahl ändert sich selbst dann nichts, wenn das Unternehmen in Schieflage gerät. «Sogar die UBS wird dieses Jahr ein fortschrittlicheres Lohnsystem haben», so Biedermann.
Er fordert eine Konsultativabstimmung über die Managerlöhne.
39 Pensionskassen und Fonds unterstützen das Vorhaben von Ethos, darunter zehn aus Frankreich, Grossbritannien und den USA. Doch Novartis blockt. Anders als Credit Suisse, UBS und Nestlé will der Pharma-Multi keine Abstimmung.
Das schürt Misstrauen gegen Vasella. Zu spüren bekommen wird er dies spätestens an der Generalversammlung im nächsten Jahr. Geballte Opposition gegen seine Wiederwahl ist programmiert.
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Generös. Novartis klotzt auch beim Cheflohn. Daniel Vasella erhielt eine Lohnerhöhung von zehn Millionen Franken. (Sabine Wunderlin)