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Wird sich jemand ins gemachte Bett legen? Vor allem Touristen aus Europa tun es in der Schweiz weniger als im Vorjahr. (sda)
BERN - Schweizer Hoteliers verzeichnen im ersten Halbjahr 2012 einen Rückgang bei der Zahl der Übernachtungen. Schuld ist der starke Franken – und das miese Wetter.
Die Hoteliers haben ein schwieriges erstes Halbjahr 2012 hinter sich. Dies zeigt der neuste Bericht des Bundesamtes für Statistik BFS. Sowohl im Juni wie auch über das ganze erste Halbjahr gerechnet sind die Übernachtungszahlen rückläufig.
Gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahm die Zahl zwischen Januar und Juni um 3,7 Prozent ab. Es wurden noch 16,8 Millionen Logiernächte verzeichnet. Dabei machten Schweizer Gäste mit 7,5 Millionen Übernachtungen einen guten Teil aus.
Daniela Bär von Schweiz Tourismus führt das gegenüber Blick.ch vor allem auf einen Rückgang von Gästen aus dem europäischen Raum zurück: «Das zeigt deutlich den Währungseffekt, unter dem wir seit längerer Zeit zu leiden haben.»
Die Zahl der Gäste aus dem europäischen Ausland ging im ersten Halbjahr um 11 Prozent zurück. Die Deutschen als wichtigste Gästegruppe übernachteten gar um 15 Prozent seltener in Schweizer Hotels.
Bär: «Insgesamt haben vor allem die Berggebiete gelitten. Im Gegensatz dazu konnten die Städte leicht zulegen.» Während im Alpen-Tourismus ein Rückgang von 6,4 Prozent zu verbuchen ist, gab es im ersten Halbjahr gegenüber dem, Vorjahreszeitraum in den grossen urbanen Zentren 0,5 Prozent mehr Übernachtungen.
Die Wachstumsmärkte sind laut Schweiz Tourismus vor allem Indien, die Golfstaaten, China und Korea.
Aus Sicht des Branchenverbands Hotelleriesuisse belastet auch die Euro-Krise den Schweizer Tourismus. «Die Ferienplanung geht verstärkt über das Portmonnaie», kommentierte Geschäftsführer Christoph Juen die Zahlen. Dies treffe die Schweiz wegen des starken Frankens besonders.
Bei den inländischen Gästen habe zum Auftakt der Sommersaison das schlechte Wetter zum Rückgang beigetragen. (SDA/noo)
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