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Apple-CEO Tim Cook ist stolz auf sein iPad mini. Und schiesst gegen Microsoft. (Foto: Getty)
Am Starttag von Windows 8 verhöhnt Apple-Chef Tim Cook die Konkurrenz – etwa wegen seinen schlechten Zahlen?
Die Börse ist fies. Nur 8,2 Milliarden Dollar Gewinn machte Apple im vierten Quartal. Zu wenig für die Analysten. Die Aktie fiel nachbörslich um zwei Prozent. Zwar verkaufte Apple zwischen Juli und September 26,9 Millionen iPhones und 14 Millionen iPads – hier rechneten Analysten aber mit 18 Millionen.
Zudem schmälert die kürzlich vorgestellte Produkteflut den Gewinn. Das neue iPhone 5, die zwei neuen iPads und die drei neuen iMacs seien in der Herstellung teuer, erklärte Finanzchef Peter Oppenheimer in einer Telefonkonferenz mit Analysten.
CEO Tim Cook bleibt zuversichtlich: «Wir gehen mit den besten iPhones, iPads, Mac-Computern und iPods in das Weihnachtsgeschäft hinein.» Dennoch konnte er sich einen Seitenhieb auf die Konkurrenz nicht verkneifen. Schliesslich greift Microsoft-CEO Steve Ballmer Apple ab heute mit seinen Windows-8-Tablets direkt an.
«Ich denke, man könnte schon ein Auto herstellen, das fliegt und schwimmt», sagte Cook. «Aber ich denke nicht, dass es alle diese Dinge besonders gut könnte.»
Damit spielt Cook auf den Fakt an, dass die Windows-8-Tablets einerseits lässige Consumer-Produkte wie das iPad sein wollen. Andererseits auch voll funktionsfähige Computer für die Arbeitswelt sind. Allerdings musste Cook zugeben, dass er bisher noch kein solches Tablet ausprobiert hat.
Doch Microsoft-Ballmer ist sich seiner Sache sicher: «Wir haben Windows völlig neu erfunden», sagte er gestern beim Launch-Spektakel in New York.
Erstmals ist ein Windows-Betriebssystem nicht nur für PCs und Laptops konzipiert, sondern auch für Touchscreen-Computer und Tablets.
Zudem eifert Microsoft dem Steve-Jobs-Credo «Wer Software liebt, muss seine eigene Hardware machen» nach. Mit seinen Surface-Tablets geht Microsoft unter die Computerhersteller – und überlässt das Feld nicht wie sonst nur Dell, HP, Samsung und Co.
Wermutstropfen: Die Surface-Tablets sind in der Schweiz bis auf weiteres nicht offiziell erhältlich.
Nun muss sich weisen, ob Microsofts neue Strategie aufgeht. Als Stolperstein könnte sich ausgerechnet das Vorgängersystem Windows 7 erweisen: Es läuft stabil. Der Leidensdruck zu wechseln, ist nicht da.
Nun muss es das Marketing richten. Über eine Milliarde Dollar steckt Ballmer in die Windows-8-Kampagne.
In drei Monaten haben Apple und Samsung 80 Millionen Smartphones verkauft. Wie lange wächst dieser Markt eigentlich noch weiter?
Christian Fröhlich (32), Analyst ZKB: Die meisten Smartphones werden günstiger. Vor allem in den Schwellenländern wachsen die Verkäufe weiter. Viele konnten sich dort bisher keinen PC leisten. Jetzt kaufen sie sich direkt ein Smartphone und gelangen so ins Internet.
Der Rhythmus neuer Produkte-Lancierungen wird schneller.
Bei Apples iPad schon. Innerhalb eines halben Jahres hat Apple zwei Versionen des 10-Zoll-iPads lanciert. Beim iPhone hat sich aber nichts verändert: Einmal pro Jahr kommt ein neues. Gut möglich, dass Apple hier den Rhythmus erhöht, weil man eben nur ein Modell anzubieten hat.
Wie sehen Sie die Zukunft für Apple?
Trotz Barmitteln von 100 Milliarden Dollar liegt das Problem in den extrem hohen Gewinnmargen beim iPhone. Es trägt zwei Drittel zum Gewinn von Apple bei. Ich bin skeptisch, dass sich die Margen längerfristig halten lassen. Damit ist die Aktie mittelfristig gefährdet. (alp)
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