Gold-Guerdats Pferde-Milliardär «Wenn Geld keine Rolle spielt...»

ZÜRICH - Hinter der Goldmedaille von Steve Guerdat steckt viel Geld eines Schweizer Milliardärs. Nicht alle Investments von Urs E. Schwarzenbach entwickelten sich so goldig, wie das Springpferd Nino.

  • Publiziert: 10.08.2012
play Milliardär Urs E. Schwarzenbach mit seiner Frau Francesca bei der Eröffnung des Dolder Grand im April 2008.
play 2006 kaufte Schwarzenbach die Air Engadina, die heute Swiss Jets heisst und Flüge für gut betuchte anbietet. Heute ist er auch einer der Besitzer des Flughafens Samedan.

Dieser Mann liebt teure Hobbys. Kunstsammlungen, Pferdezuchten, Luxushotels und ein eigenes englisches Dorf sind die Steckenpferde von Milliardär Urs E. Schwarzenbach. Sein grösster Erfolg: Sein Pferd Nino holte mit Reiter Steve Guerdat Gold in London.

«Ich freue mich für Steve Guerda und sein Pferd, dass sie Gold geholt haben. Und ich freue mich, dass ich auf den richtigen Mann und auf das richtige Pferd gesetzt habe», sagt er zum «Tages-Anzeiger».

Nicht immer haben sich seine Investments so goldig entwickelt. Für 480 Millionen Franken liess er das Luxushotel Dolder Grand umbauen. Gewinn hat es seit der Wiedereröffnung im April 2008 keinen abgeworfen. Im letzten Jahr betrug der Verlust 23 Millionen Franken. 2009 musste der Osttrakt mangels Gäste gar vorübergehend geschlossen werden.

Der Wert von Nino ist Schwarzenbach nicht bekannt

Doch Schwarzenbach kümmert das wenig. «Ich investiere immer langfristig.» Den Wert seines Pferdes Nino kenne er nicht, kaufen wolle es nach Olympia ohnehin keiner mehr. Bis zu den nächsten Spielen sei es zu alt. Und dann äussert er sich auch zu seiner Strategie beim Kauf von Polopferden: «Im Polo haben wir auch ab und zu Spitzenpferde gekauft. Aber wissen sie weshalb? Nicht weil wir noch eines gebraucht hätten. Nein, damit es kein anderer hat. Wenn das Geld keine Rolle spielt, kommt es auf ein Pferd mehr oder weniger nicht an.»

Besitzer von mehr als 300 Pferden

In England besitze er mehr als 100 Pferde und in Australien seien es  rund 200. Auf seinem Goldpferd Nino ist er allerdings noch nicht geritten: «Spitzenpferde sind wie Formel-1-Rennwagen. Sie sind sehr fein eingestellt. Sie merken sofort, wenn sich ein Idiot auf sie setzt», sagt der passionierte Poloreiter. Sein von der «Bilanz» geschätztes Vermögen von rund 1,5 Milliarden Franken verdiente sich Schwarzenbach grösstenteils durch Devisenspekulationen. In den 70er Jahren gründete der Sohn eines Druckereibesitzers die Firma Intex Exchange. Mit seiner Frau, einem ehemaligen australischen Model, lebt er in St. Moritz, England und Australien. (tun) 

Beliebteste Kommentare

  • Ruedi  Lanz , Aarburg
    Ist doch alles ganz normal. Oder kann mir jemand nur einen einzigen Medaillengewinner unter den Pferdebeseitzern und Reitern nennen, der über kein Geld verfügt und aus normalen, gutbürgerlichen Verhältnissen stammt?
  • Roger  Schatz
    Mich interessieren genau diese Fragen nicht! Ich bin froh um jeden Superreichen, der sein Geld in der Schweiz investiert. Ohne Herrn Schwarzenbach hätten wir beispielsweise kein Dolder Grand Hotel in Zürich oder eben keine Goldmedaille. Ich heisse jeden Multimillionär herzlich willkommen in der Schweiz. Wir brauchen mehr von ihnen.
    • 11.08.2012
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Alle Kommentare (6)

  • Roger  Schatz
    Mich interessieren genau diese Fragen nicht! Ich bin froh um jeden Superreichen, der sein Geld in der Schweiz investiert. Ohne Herrn Schwarzenbach hätten wir beispielsweise kein Dolder Grand Hotel in Zürich oder eben keine Goldmedaille. Ich heisse jeden Multimillionär herzlich willkommen in der Schweiz. Wir brauchen mehr von ihnen.
    • 11.08.2012
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  • Robert  Marek
    die immerwährende frage lautet: woher hat herr sch. dieses geld? das mit dem devisenhandel kann schlicht nicht stimmen fragen sie mal einen profi-händler einer grossbank. zudem wäre auch interessant zu wissen, wo herr sch. seine steuern zahlt.
    • Hans   Strahm , Baar
      Das mit dem Devisenhandel stimmt, er gehörte zur "sogenaten NY Mafia". Er machte sein Geld mit dem Sturz des USD von 4.20 auf 1.44 und heute wäre dies nicht mehr möglich und würde als Manipulation geanhndet.
      • 11.08.2012
      • als Kommentar auf Robert  Marek
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    • Florian  Scholl
      Grossbritannien kennt eine Art Pauschalbesteuerung wie die Schweiz. Das kostet etwa CHF 50000 pro Jahr. Und woher das Geld stammt, das wollen wir nicht wissen...
      • 11.08.2012
      • als Kommentar auf Robert  Marek
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  • werner  baumann , luzern
    Viel gibt es nicht zu scheiben über Herr Schwarzenbach.Ich mag ihm das viele Geld gönnen und auch seine Gesundheit.Nur eines möchte ich festhalten.Für mich sind sie ein überheblicher Mensch und das nur schon wegen der Aussage ein Pferd mehr oder weniger spielt doch keine Rolle.Wenn man weis wie teuer ein Spitzenpferd ist
  • Ruedi  Lanz , Aarburg
    Ist doch alles ganz normal. Oder kann mir jemand nur einen einzigen Medaillengewinner unter den Pferdebeseitzern und Reitern nennen, der über kein Geld verfügt und aus normalen, gutbürgerlichen Verhältnissen stammt?

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