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Marcel Ospel verteidigt die Rolle des UBS-Verwaltungsrats (VR) beim milliardenschweren Debakel der Grossbank in der US-Hypothekenkrise. Das Führungsgremium habe seine Pflicht wahrgenommen, sagte der VR-Präsident in einem Interview der «Finanz und Wirtschaft». Die Manager müssen aber mit Lohnkürzungen rechnen.
Vier Milliarden in den Sand gesetzt, 1500 Mitarbeiter auf der Strasse: Die UBS ist in den USA zu hohe Risiken eingegangen (Bick Online berichtete) und hat wegen der Immobilienkrise einen heftigen Dämpfer kassiert. VR-Chef Marcel Ospel hat nun erstmals zum Debakel Stellung bezogen.
«Wir sind alle enttäuscht», sagte Ospel in einem Interview mit «Finanz & Wirtschaft». Der Verlust der Investmentbank übertreffe alle Erwartungen. Der Verwaltungsrat habe aber seine Pflicht wahrgenommen, verteidigt sich Ospel.
Ospel bekräftigte, dass die UBS die Investmentbank nicht abspalten werde. Auch die Kontrollstrukturen müssten nicht geändert werden. Die Bereiche müssten aber enger vernetzt werden. Der Dialog zwischen Risikomanagement, Risikokontrolle und Finanzkontrolle werde intensiviert.
Was die Entschädigungen für die ausscheidenden Manager betrifft, so bekräftigte Ospel, die UBS kenne keine goldenen Fallschirme. Auf der oberen Ebene gebe es zwölfmonatige Kündigungsfristen, mehr nicht. Auch die Boni seien nicht im Voraus festgelegt. «Die grossen Verluste im dritten Quartal haben einen direkten Einfluss auf die Entlohnung der verantwortlichen Führungskräfte», sagte Ospel. (AP/bih)
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So machts keinen Spass mehr: UBS-Präsident Marcel Ospel (Archivbild) (Keystone)