Weniger Boni, aber höheres Gehalt? Lohnrekord für die Fifa-Chefs

Die Fifa-Exekutive liess sich 2013 so hohe Löhne ausbezahlen wie noch nie. Wer aber wie viel verdient, darüber schweigt der Welt-Fussballverband.

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So viel Geld hat der Weltfussballverband Fifa seinen Spitzenfunktionären noch nie bezahlt. 36,3 Millionen US-Dollar gab es im letzten Jahr für das sogenannte Schlüsselpersonal. So steht es im Finanzbericht 2013. Diese Zahlung ist um 2,8 Millionen Dollar höher als im Vorjahr.

Empfänger dieser Millionen sind Präsident Joseph «Sepp» Blatter, Generalsekretär Jérôme Valcke, die zehn Fifa-Direktoren sowie die Mitglieder der Fifa-Exekutive (ExCo).

Dieser Geldsegen erstaunt. Noch rund um den Jahreswechsel hatte Domenico Scala als Mitglied des Fifa-Vergütungsausschusses verschiedene Medien wissen und darüber berichten lassen, dass den Mitgliedern der Fifa-Exekutive die Boni gekürzt würden. Und zwar rückwirkend per 2013.

Doch der Finanzbericht bestätigt dies nicht, im Gegenteil. In keinem der letzten fünf Jahre bezahlte die Fifa ihrer Führungsriege so viel Lohn und Bonus wie 2013. Obwohl die Fifa mit 72 Millionen Dollar 2013 den zweittiefsten Gewinn der letzten sechs Jahre ausweist. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Minus von 17 Millionen Dollar.

Mit dem Lohnrekord 2013 sind die Zahlungen an die Fifa-Spitze in nur fünf Jahren um ganze 75 Prozent gestiegen. Noch 2009 gab es für die Auserwählten erst 20,9 Millionen Dollar. Dabei wies die Fifa damals einen Gewinn von 196 Millionen aus – mehr als das Zehnfache des letzten Jahres.

Die Fifa-Exekutive ist 2013 zwar um zwei Personen gewachsen. Doch wie die anderen im Gremium arbeiten – mit Ausnahme Blatters – auch die Neuen nur Teilzeit. An ihnen kann der Zuwachs nicht liegen.

Laut Fifa hat das Plus vor allem mit dem gesunkenen Dollar-Kurs zu tun, da «die Gehälter im wesentlichen in Franken anfallen, aber in Dollar ausgewiesen sind.» Die Fifa beteuert, dass sie die Exekutive nur noch fix entschädige – ohne Boni.

Unklar ist, wie sich die Rekordsumme verteilt. 2010 sagte ein ExCo-Mitglied, es verdiene bei der Fifa rund 300 000 Dollar. Blatter sagte vor Jahren, sein Salär betrage eine Million Dollar. Die neusten Zahlen im Finanzbericht lassen an beiden Aussagen zweifeln.

Publiziert am 24.03.2014 | Aktualisiert am 24.03.2014
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2 Kommentare
  • Erwin  Huber 25.03.2014
    Das ist doch in Ordnung! Die Fifa zahlt ja als Ausgleich keine Steuern und fördert im Interesse des Allgemeinwohls die weltweite Korruption. Die Kosten des Fussballs trägt hauptsächlich der Steuerzahler, womit die Finanzierung dieser Volksverdummung nachhaltig gesichert ist. Das Ganze klingt in Walliserdeutsch natürlich noch etwas erfreulicher.
  • peter  huber aus Taipei, Taiwan, ROC
    25.03.2014
    Diese Loehne sind doch voellig ok. Im Vergleich zu den Banken sogar noch eher mittelmaessig. Wer gute Arbeitet leistet soll seinen Lohn haben, solange es nicht so uebertrieben wird wie bei den Fussballern selber.