Weko-Rüffel für die Swisscom

  • Publiziert: 13.11.2008, Aktualisiert: 14.01.2012

BERN – Das Sekretariat der Wettbewerbskommision (Weko) ist der Ansicht, dass die Swisscom bei den Preisen für das ADSL-Breitbandinternet seine Marktmacht missbraucht.

Die Swisscom verlange von anderen Anbietern wie Sunrise, Tele2, VTX oder Green im Vergleich zu ihren eigenen Endkunden-Preisen zu viel für ihre Vorleistung für das Breitbandinternet, teilte die Weko mit.

Die zu knappe Marge zwischen Vorleistungs- und Endkundenpreisen führe gemäss dem Weko-Sekretariat dazu, dass die Konkurrenten im Wettbewerb mit Bluewin von Swisscom behindert seien. Die hohen Vorleistungspreise, die die Swisscom verrechne, würden zudem zum hohen Preisniveau in der Schweiz beitragen.

Die Swisscom missbrauche ihre marktbeherrschende Stellung, hält das Weko-Sekretariat fest. Das Weko-Sekretariat will darum, dass die Swisscom sanktioniert wird.

Swisscom reagiert befremdet

In einer ersten Stellungnahme zeigte sich die Swisscom «über Inhalt und Zeitpunkt» der Publikation des Vorwufts befremdet, da derzeit ein Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht hängig sei. Darin werde das Gericht die Frage einer allfälligen Marktbeherrschung beurteilen. (SDA)

play Missbraucht Swisscom mit Bluewin ihre Marktmacht?

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