Weil sie gratis sind Zalando-Rücksendungen sorgen für Export-Wunder!

Kleider und Schuhe im Internet bestellen – das ist bequem und erfreut sich grosser Beliebtheit. Auch weil die Ware meist kostenlos wieder zurückgeschickt werden kann.

Onlinehandel: Die Gratis-Retouren gelten als Export. play
Onlinehandel: Die Gratis-Retouren gelten als Export. Keystone

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Keinen einzigen Passagier befördert Uber-Heli floppt am WEF
2 Schweizer Homepage sagt es voraus So soll das iPhone 8 aussehen
3 Sein Sohn starb 2015 Biden spricht am WEF über den Kampf gegen Krebs

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
1 shares
11 Kommentare
Fehler
Melden

Das sind wahrlich eindrückliche Zahlen! Die Schweiz hat von Januar bis Oktober Schuhe im Wert von einer halben Milliarde Franken exportiert. Grund dafür ist aber nicht etwa ein wundersames Comeback der heimischen Schuhindustrie, sondern der Boom des Internethandels, wie Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung belegen. Bei exportierten Kleidern ist die Summe noch höher: 1,2 Milliarden Franken.

Die Kunden nutzen aus, dass sie Waren, die ihnen nicht passen oder nicht gefallen, gratis zurückschicken können. Bei den Kleidern machen diese Retouren mehr als die Hälfte der Exportsumme aus, bei den Schuhen mehr als ein Drittel.

Zalando machte 425 Millionen Franken Umsatz in der Schweiz

Spannend: Im direkten Vergleich mit den Importen zeigt sich, dass 14 Prozent der ursprünglich importierten Bekleidung später wieder ausgeführt wurden. Bei den Schuhen sind es 12 Prozent.

Die meisten der retournierten Waren gehen nach Deutschland. Das liegt vor allem an der grossen Beliebtheit des deutschen Onlinehändlers Zalando. Die Schweiz ist einer der stärksten Märkte des Unternehmens. Zalando gibt keine Zahlen bekannt. Schätzungen des Beratungsunternehmens Carpathia besagen, dass das deutsche Unternehmen 2015 in der Schweiz 425 Millionen Franken Umsatz gemacht hat.

Publiziert am 09.12.2016 | Aktualisiert am 19.12.2016
teilen
teilen
1 shares
11 Kommentare
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

11 Kommentare
  • Roger  Hausherr 09.12.2016
    Wer über die EU lästert und ein EU Gegner ist, jedoch regelmässig im EU Raum einkauft als Privatkunde ist schlicht unglaubwürdig. Wir schlagen uns ins eigene Schienbein. Ich kenne Betroffene, die genau darum keinen Job mehr finden. Wegrationalisiert wegen Einkäufen im Ausland. Was den Schweizern fehlt ist Solidarität untereinander. Was nütze es, über Inländervorrang zu diskutieren, wenn Schweizer Vorgesetzte Ausländer bevorzugen. Da kann man nur eines sagen. An Egomanen fehlt es bestimmt nicht.
    • Daniel  Gerber aus Zürich
      09.12.2016
      Ach, Sie wollen, dass die Leute regional einkaufen? Also fallen Coop, Migros und Co schon mal weg. Wie ich hörte, sollen dort Leute aus dem EU-Raum arbeiten - also ebenfalls günstige Importe. Dazu noch die Elektronik Firmen, wie Sony bspw., welche ihre Jobs in der Schweiz gestrichen haben und nun wie Zalando "ennet" der Grenze agieren. Kurzum: Sie dürften rein gar nichts mehr konsumieren ausser Käse und Kartoffeln aus der Schweiz. (Falls diese überhaupt noch in der Schweiz verpackt werden).
    • Roger  Hausherr 09.12.2016
      @D. Gerber; Sie dürfen alles, sofern Sie es mit Ihrem Gewissen vereinbaren können. Allerdings kommt in Ihrer Argumentation zum Ausdruck, dass Sie nach Vorwänden und Ausreden suchen, um Ihr Gewissen zu beruhigen. Würde ich Personal beschäftigen, würde ich Leuten, die im Ausland einkaufen einfach entsprechend den Lohn kürzen. Frag nicht was die Schweiz für Dich tut, sondern was tust Du für die Schweiz. Damit es allen besser geht. Ein bekannter Spruch.
  • Urs  Hagen 09.12.2016
    Interessant, aber die Grossen, Migros und Coop, haben damit angefangen, sie haben die kleinen Läden kaputt gemacht, nun machen die die übergrossen, globalen Märkte die Grossen kaputt. Es gibt heute nichts was man nicht im Internet bestellen kann. Die einzige Hürde ist der Zoll, die Post und künstliche Einfuhrbeschränkungen von unserer Wirtschaft die lieber selber global herstellen lässt und riesen Gewinne macht.
  • Jens  Goldmann 09.12.2016
    Herr Meierhofer: Zollgebühren müssen von diesen Geschäften erst bezahlt werden wenn die Waren wirklich verkauft wurden. Daher ist eine Frist gesetzt bis wann die Waren wieder zurückgesendet werden müssen. Das ist mit Autos und deren Ersatzteilen genauso. Darum müssen nicht verkaufte Ersatzteile nach Jahren verschrottet werden und dürfen nicht verschenkt werden. Nur wir Normalos zahlen Zoll direkt bei der Einfuhr.
    • Georg  Kuster 09.12.2016
      Hä? Die Zollgebühren werden bei Zalando vom Importeur bezahlt und nicht vom Exporteur aus Deutschland. In der Schweiz bekommt man dann die Rechnung vom Zoll, oder geht zu einem Binnenzollamt, wenn Gebühren anfallen. Was für eine Frist soll das sein? Auch die existiert nicht. Es gibt nur den Freipass und den gibts nur für Waren bei denen ein Verkauf nicht beabsichtigt wird. So wie Bilder für Ausstellungen.
  • Erwin  Huber 09.12.2016
    Schuhe ins Ausland zurückschicken ist kein Export, sie werden einfach nicht importiert. Da hat jemand echt Mühe mit der Buchhaltung.
  • Rudolf  Hoch 09.12.2016
    Da bin ich aber froh daß immer mehr online bestellen /einkaufen. Das merke ich sehr gut denn..... Ich kann hier in unseren Läden in aller Ruhe meine Einkäufe erledigen kann alles vor Ort ausprobieren profitiere von kompetenter Beratung vor Ort und unser einheimisches Gewerbe und Arbeitsplätze bleiben damit etwas länger erhalten...