Weil sich Kunden über Raser beschwert haben Uber überwacht seine Fahrer

Ab sofort sind Chauffeure von Uber gut beraten, nicht zu fest aufs Gaspedal zu drücken. Die Zentrale checkt die GPS-Daten der Smartphones der Fahrer und will so die Sicherheit verbessern. Datenschützer laufen Sturm.

uber 1.jpg play
Uber checkt in den USA die Smartphones seiner Fahrer. Reuters

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Meyers Sparprogramm Digitalisierung vernichtet die SBB-Jobs
2 Krankenkassen So heftig wird der Prämien-Schock
3 Koli-Bakterien Migros Zürich ruft Smoothiepulver zurück

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
17 shares
3 Kommentare
Fehler
Melden

Der US-Fahrtendienstleister Uber hat gröbere Probleme mit einem Teil seiner Fahrer. In den USA häufen sich die Reklamationen von Fahrgästen, die sich über den ruppigen oder rasanten Fahrstil der Chauffeure beschweren.

Nun steht die Firma aus dem Silicon Valley auf die Bremse. Und startet ein Pilotprogramm, mit dem sie das Verhalten ihrer Fahrer überwacht. Dazu nutzt sie GPS- und Navi-Daten der Smartphones der Fahrer, wie verschiedenen US-Medien berichten.

Offiziell will Uber mit dieser Massnahme die Sicherheit und Zufriedenheit der Fahrgäste zu erhöhen. Und schwarze Schafe unter den Fahrern aus dem Verkehr zu ziehen. «Wir fahren alle wieder mal zu schnell», schreibt Joe Sullivan, Uber- Sicherheitschef, auf dem Firmenblog.

Schwarze Schafe werden verwarnt

«Die Raserei verursacht aber zu viele Unfälle», sagt er. Zudem warnt er vor dem Gebrauch von Handys während der Fahrt. «Das erhöht die Chancen auf einen Unfall um das Dreifache», so der Sicherheitschef. Wenn sich ein Kunde über den schlechten Fahrstil eines Chauffeurs beklagt, nimmt Uber mit diesem Kontakt auf, und verwarnt ihn.

Wie die amerikanischen Uber-Fahrer auf die neuen Überwachung per Handy reagieren, ist noch nicht bekannt. US-Datenschützer kritisieren das Sammeln der GPS-Daten von Smartphones der Fahrer jedoch aber schon jetzt scharf. (pbe)

Publiziert am 28.01.2016 | Aktualisiert am 30.08.2016
teilen
teilen
17 shares
3 Kommentare
Fehler
Melden

3 Kommentare
  • David  Brunner aus Wetzikon
    29.01.2016
    Für grosse Unternehmen, Staat und Verwaltung ist Datensammlung ein Klacks. Rechtslage und Datenschutz wirken nicht. Daten werden erfasst, gespeichert und verarbeitet, via Kamera, Rechnung, Kundenkarte, Handy, E-Mail, Socialmedia, von allen, inkl. KK, Staat und SBB! Marketing und Überwachung "brauchen" die Daten. Man muss Kleingedrucktes nicht lesen, denn man ist genötigt, sowieso zuzustimmen. Umso wichtiger wären der Schutz und die regelmässige Anwendung des Rechts auf persönliche Dateneinsicht.
  • heinrich  berger aus zürich
    29.01.2016
    Idee gut, wäre in der CH bei einigen Taxis auch notwendig!
  • Peter  Grelling aus Zürich
    29.01.2016
    ... aber die Fahrer sind immer noch selbständig Erwerbende!!! Arbeits- und Sozialversicherungsrecht ist pervertiert mit solchen Eingriffen in die Freiheit des Selbständigen.