Weil es im Wintergeschäft kriselt Jetzt müssen bei den Jungfraubahnen die Ösis ran

Das Geschäft der Jungfraubahnen kommt im Winter nicht vom Fleck. Jetzt sollen Mitarbeitende aus Sölden im Berner Oberland nach dem Rechten sehen.

Jungfraubahnen in der Krise: Sölden hilft nun beim Wintergeschäft play
So schön der Blick auf das Jungfraumassiv auch ist, im Winter harzt es mit den Gästen. BAA_2014_02_24

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Die Österreicher wissen, wie man das Wintersportgeschäft profitabel betreibt. Sölden ist ein Paradebeispiel dafür: Der Wintersportort im Tirol gilt als eine der grossen Cashcows im gesamten Alpenraum. Sölden hat nicht nur punkto Infrastruktur die Nase vorn, auch bei den Anzahl Gästen ist der österreichische Wintersportort top. 

Davon können die Betreiber der Jungfraubahnen im Winter nur träumen. Zwar floriert das Geschäft im Sommer. Das Top of Europe wird während der warmen Jahreszeit von asiatischen Gästen regelgerecht gestürmt. Doch in der kalten Jahreszeit herrscht Flaute. Und das seit Jahren. «Wir haben Schwierigkeiten, das Wintergeschäft anzukurbeln», sagte Urs Kessler, CEO der Jungfraubahnen, am Dienstag vor den Medien in Zürich.

Um diesen Negativtrend zu stoppen, gehen die Betreiber der Jungfraubahnen nun in den Nachhilfeunterricht bei den Ösis. Konkret: Mitarbeitende aus Sölden sollen den Berner Oberländer zeigen, wie man das Winterbusiness in den Griff kriegt. Als Gegenleistung müssen die Schweizer ihre asiatischen Gäste nach Sölden zuweisen. 

Doch was machen unsere östlichen Nachbarn besser? «Im Schweizer Tourismus hat man zum Teil einen Österreicher-Komplex», sagt Kessler. Aber sie machten den Wintersport nunmal gut. Das gilt für Hotellerie, Gastronomie, Unterhaltung wie auch was Ski-Anlagen betrifft. In diesen Kompetenzen wollen sich die Schweizer verbessern. «Mittelmass ist im Wintersport nicht mehr gefragt. Entweder gehört man zu den Besten oder man verliert», sagt Kessler.

Im Vordergrund stehen gemeinsame Marketingaktionen. In Sölden wird künftig das Jungfraujoch beworben und im Berner Oberland das österreichische Gebiet. «Wir sehen Sölden als Türöffner für den osteuropäischen Markt.» Das Skigebiet sei nicht nur bei Holländern und Deutschen beliebt, sondern auch bei Tschechen und Polen. Diese will Kessler nun auch in die Schweiz holen.

Für das Weltcup-Rennen in Sölden und das Lauberhornrennen in Wengen wird schonmal gemeinsam die Werbetrommel gerührt. Und wer eine Saisonkarte für das Skigebiet der Jungfrauregion besitzt, erhält in Sölden eine Ermässigung von 20 Prozent und umgekehrt. «Auf die nächste Saison hin wollen wir noch mehr Angebote vorstellen», so Kessler. Die Zusammenarbeit habe erst begonnen und soll nach und nach ausgebaut werden.

Publiziert am 18.10.2016 | Aktualisiert am 26.10.2016
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15 Kommentare
  • Hubertus  Lang , via Facebook 18.10.2016
    Die Logik erschliesst sich mir auch nicht , Zitat:" Und wer eine Saisonkarte für das Skigebiet der Jungfrauregion besitzt, erhält in Sölden eine Ermässigung von 20 Prozent und umgekehrt. " Wenn ich mich dazu entschliesse die Saison in der Jungfrau Region zu verbringen warum solllte ich dann nach Sölden fahren ...
  • Hubertus  Lang , via Facebook 18.10.2016
    Grindelwald kommt einfach nicht als Ski-Destination rüber ,eher als Wander und Ausflugsziel. Und preislich finde ich es , bis auf die Jungfrau Bahn , auch noch im Rahmen. Arraber und Chinesen hats auch überall genauso wie andere Ausländer in Touristengebieten. Und vielleicht ist es genau das was erstrebenswert ist, ein wunderschönes Skigebiet mitten im Herzen der Schweiz was nicht so überlaufen ist und einen auf Ballermann im Schnee macht. Das gibts nämlich schon zu genüge.
  • Daniela  Ponti 18.10.2016
    Das Tourismusbüro in Grindelwald kann ich nicht empfehlen, das Personal ist wenig hilfsbereit und freundlich. Das haben wir mehrfach erlebt. Die Preise aufs Joch, sind uns leider auch viel zu hoch. Grindelwald ist ja auch als Ort, nicht wirklich besonders.
  • Roger  Luginbühl 18.10.2016
    Mir ist die miserable pistenbearbeitung auf grindelwaldner seite mehrmals negativ aufgefallen - auf wengner seite war sie gleichentags perfekt. Ich habe dies in mehreren saisons erlebt, ist leider kein einmaliger eindruck! Arbeitet daran, so komme ich nicht wieder.
    • Daniela  Ponti 18.10.2016
      Stimmt, ist mir auch aufgefallen. Das Geschäft läuft heute eben nicht mehr von alleine. Das müssen halt manche erst noch begreifen.
  • Charles  Metzger 18.10.2016
    Vielleicht müsste man erst einmal das schrottreife Interlaken und Matten generalsanieren, um die Gäste nicht schon an der Pforte zu vertreiben.
    Aber die Berner Dickschädel werden nichts investieren, lieber aus Ruinen lamentieren.