Wegen Reederei-Pleite in Südkorea Fällt jetzt Weihnachten ins Wasser?

Die Insolvenz der Reederei Hanjin hat Folgen für das Weihnachtsgeschäft. Derzeit treiben 80 Frachter mit tonnenweise Geschenken auf offener See.

Hanjin-Pleite bedroht Weihnachten: Fallen Geschenke ins Wasser? play
Teil der Geisterflotte: Einer Hanjin-Frachter treibt vor dem Hafen von Singapur. Reuters

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Händler in aller Welt schauen derzeit gebannt nach Südkorea. Der Konkurs der grössten südkoreanischen Reederei Hanjin bereitet ihnen Sorgen. Der Grund: Mehrere Dutzend Containerschiffe treiben auf dem offenen Meer. Hafenbehörden verweigern ihnen wegen unbezahlter Rechnungen das Einlaufen, wie der «Tagesspiegel» berichtet. Zudem besteht die Gefahr, dass Gläubiger der Reederei die Schiffe beschlagnahmen lassen.

Das hätte brutale Folgen auf das lukrative Weihnachstgeschäft. Denn die Waren, die an Heiligabend Kinderaugen zum Glänzen bringen sollen, stecken fest. 80 Frachter der 140 Schiffe umfassenden Flotte sind derzeit blockiert.

Waren im Wert von 14 Milliarden

In den Containern haben sie tonnenweise Ware für Weihnachten. Elektrogräte, Kleidung und Nahrungsmittel. Experten schätzen den Wert auf rund 14 Milliarden Franken. Besonders betroffen ist der südkoreanische Elektronikhändler Samsung.

Hanjin - weltweit die Nummer 7 unter den Reedereien - hat fast 6 Milliarden Franken Schulden. Die Pleite hat aber nicht nur Auswirkungen auf das Weihnachtsgeschäft. Auf einzelnen Frachtrouten sind die Preise für den Containertransport massiv angestiegen.

Zwischen Asien und Europa um 40 Prozent. Gar um 50 Prozent im Verkehr zwischen Asien und den USA. Indirekt dürfte sich auch das auf die Preise der Artikel auswirken. Und uns das Weihnachtsshopping vermiesen. (pbe)

Publiziert am 23.09.2016 | Aktualisiert am 23.09.2016
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15 Kommentare
  • Niko  Cord 24.09.2016
    Der Author hat keine Ahnung von Seefracht. Ob der Transport für einen Container jetzt 1000 oder 2000 USD kostet, macht sich im Endpreis kaum bemerkbar. Das schlicht weil da sehr viel reinpasst.
    Und wie ein paar Produkte aus Asien welche es nicht rechtzeitig in die Schweiz schaffen die Weihnachten verderben sollen muss mir nochmals jemand erklären, da sehe ich keinen Zusammenhang....
  • Martin  Arnold aus Derendingen
    24.09.2016
    Braucht es noch mehr Beweis dass unsere Weihnachten den eigentlichen Sinn schon lange verloren hat! Es ist nur noch ein Waren hin und herschieben, aber sicher kein Fest der Liebe mehr!
    • Landre  Marb , via Facebook 24.09.2016
      Extrem relativ, denn es kommt darauf an welchen Werten und Prinzipien man sich orientiert und Priorität widmet.
      Bei uns ist es ein wunderschönes Ereignis. Die erweiterte Familie findet sich und geniesst die Vereinigung. Der Geschenkeaustausch dauert eine halbe Stunde. Das Zusammensein den ganzen Tag. Man kann die Weihnachtszeit über Tage sehr sinnvoll und nachhaltig gestalten, auch ohne Konsumgeilheit!
  • Landre  Marb , via Facebook 24.09.2016
    Zum x-ten mal ein emblematisches Beispiel zum erkennen wie wichtig nachhaltige Grundsätze sind (Nachhaltigkeit). Der globalisierte interkontinentale Produkthandel ist nur ein Parameter (auch entbehrliches Zahnrad) der gegenwärtigen Wirtschaft. Grundsätze wie Energie, Frieden, etc. hingegen sind unentbehrliche Pfeiler einer fortschreitender Gesellschaft.
    Wir als Schweiz sollten in den Grundsätzen (Energie, Rechtsstaatlichkeit, Bildung, etc.) so unabhängig bleiben und werden wie möglich.
  • Johannes von  Manesse-Manegg aus Zürich
    24.09.2016
    Hahaha, ich lach mir nen Schranz in den Bauch. Selber schuld, alle Ihr «Geiz ist geil»-Apopleten. Jetzt dürft Ihr eben tiefer in die Taschen greifen und Geschenke «made in der Schweiz» odedr zumindest «made in Europe» einkaufen.
    Das war ja das Swissair-Grounding direkt eine Kleinkinderaffäre.
  • Meier  Ernst aus Erde
    24.09.2016
    Gottseidank gibt es bei uns in der Familie kein Weihnachten, dem Fest der Geschenke.... Mein Geschäft, in dem ich arbeite hegt jedoch wegen der Hanjin-Pleite grosse Befürchtungen...