Wegen krebserregenden Stoffen Ikea nimmt Mineralöl-Donuts aus dem Sortiment

ZÜRICH - Die Konsumentenzeitschrift «Öko-Test» hat in einem Ikea-Donut Mineralölrückstände gefunden. Das Unternehmen hat sofort reagiert.

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Der B&B Pinky Donut von Ikea. Zvg

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Das Resultat war vernichtend: In einem Labortest hat die deutsche Konsumentenzeitschrift «Öko-Test» in einem Ikea-Donut giftige Mineralöle gefunden. 

Die Ikea reagierte umgehend: «Alle Donuts werden mit sofortiger Wirkung aus dem Sortiment genommen und nicht mehr verkauft», sagt das Möbelhaus der Konsumentenschutzorganisation Foodwatch. Derartige Ergebnisse seien für Ikea nicht akzeptabel und würden nicht toleriert.

In der Schweiz gabs den Öl-Donut nicht

Glück für hiesige Konsumenten: Ikea Schweiz hatte den kritisierten Donut nie im Sortiment. Die hier verkauften Donuts kommen von einem anderen Hersteller, heisst es auf Anfrage von BLICK. 

«Ikea handelt konsequent, indem das Unternehmen den Verkauf belasteter Produkte unverzüglich stoppt», sagt Johannes Heeg von Foodwatch. 

Andere Anbieter betroffen

Bei dem Test der Konsumentenzeitschrift wurden Donuts von 15 deutschen Detailhändlern getestet. Bei elf Produkten registrierten die Tester deutlich überhöhte Werte an gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen. Doch abgesehen von Ikea hat kein Unternehmen die Donuts aus dem Sortiment genommen. 

Das kommt bei Foodwatch schlecht an. «Der Nachweis von bedenklichen Mineralölkonzentrationen muss einen sofortigen Verkaufsstopp nach sich ziehen», sagt Heeg. 

Potentiell Krebserregend

Grund: Gesättigte Mineralöle gelten als krebserregend und Erbgutschädigend. Einen gesetzlichen Maximalwert gibt es aber nicht. Dieser wird von Foodwatch immer wieder gefordert.

Die deutschen Konsumentenschützer testen regelmässig Produkte auf Mineralölrückstände. Auch im Schoggihase von Lindt wurden Spuren gefunden. Das Unternehmen verwies damals auf eine Stellungnahme des Bundesverbands der Deutschen Süsswarenindustrie. Dieser hält den Verzehr der Osterhasen für unbedenklich. (bam)

Publiziert am 28.10.2016 | Aktualisiert am 07.11.2016
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2 Kommentare
  • Annemarie   Setz 29.10.2016
    Es gibt leider auch in andern Produkten Mineralöl, da muss tüchtig geprüft werden, was schädlich ist, offenbar liegt der Stoff in den Donuts , die IKEA offeriert hat, über dem Grenzwert. Ich schätze aber auch bei den Möbeln, wenn sie nicht zusammen brechen und man Stunden verliert, bis man sie eigenhändig zusammengesetzt hat. Billig einkaufen ist nicht immer das Beste.
  •   , via Facebook 28.10.2016
    Krebserregende Mineralölkohlenwasserstoffe haben überhaupt nichts in Lebensmitteln zu suchen! Ikea hat vorbildlich gehandelt und alle Donuts mit sofortiger Wirkung aus dem Sortiment entfernt. Lindt-Osterhasen (und Lindtschoggi überhaupt) sowie Kinderriegel kaufe ich übrigens nicht mehr, da Lindt der Meinung ist, dass dieses krebserzeugende Öl "unbedenklich" sei. Und wer kontrolliert übrigens die Donuts, die in der Schweiz verkauft werden? Diese Donuts sollten jedenfalls auch kontrolliert werden.