Wegen Falschdeklaration Millionen-Busse für Dolder-Besitzer

Der Financier und Hotelbesitzer Urs E. Schwarzenbach soll über Jahre Kunstgegenstände bei der Einfuhr falsch deklariert haben. Ihm droht darum eine Busse von vier Millionen Franken.

10 Jahre FIFA auf dem Sonnenberg 2009: Urs E. Schwarzenbach#10 years of FIFA on the Sonnenberg 2009: Urs E. Schwarzenbach play
Hat im Moment nicht gut Lachen: Urs E. Schwarzenbach droht eine Millionen-Busse. Sabine Wunderlin

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Urs E. Schwarzenbach (68) hat Gegenwind: In einer Verfügung schreibt die Oberzolldirektion, der Kunsthändler und Dolder-Besitzer habe vorsätzlich Mehrwertsteuer hinterzogen. Dafür verhängt die Direktion eine Rekord-Busse von 4 Millionen Franken. 

Wie die «NZZ am Sonntag» schreibt, ist die Strafe noch nicht rechtskräftig. Der 68-Jährige soll über Jahre wertvolle Kunstgegenstände am Zoll vorbeigeschleust haben – 123 mal ganz ohne Anmeldung. Die Zollfahndung wirft dem Financier vor, Deklaration mit falschen Wertangaben gemacht zu haben. 

Laut dem Bericht wurde Schwarzenbach zwei Mal von einem Zöllner gestellt, als er nach Ankunft mit seinem Privatjet durch den grünen Durchgang mit der Aufschrift «Nichts zu deklarieren» ging, obwohl er Kunstgegenstände dabei hatte. Insgesamt soll der Financier 200 Objekte im Wert von mindestens 130 Millionen Franken illegal eingeführt haben.

Höchste Busse

Aufgrund der Häufung der Fälle spricht die Oberzolldirektion von einer «gewohnheitsmässigen Vorgehensweise». Darum ist die Busse happig. «Es dürfte die höchste Busse sein, die je von der Oberzolldirektion ausgesprochen wurde», sagt ein Sprecher zur «NZZ am Sonntag». 

Schwarzenbach weise die Vorwürfe zurück, sagen seine Anwälte. Er fechte darum die Verfügung der Oberzolldirektion an. Detaillierte Auskünfte will er nicht geben. Er erwarte aber, dass ihn das Gericht von allen Vorhaltungen freisprechen werde.  

Trotzdem: Der Finanzier muss definitiv 10 Millionen Mehrwertsteuern nachzahlen. Dieser bereits früher gefällte Rechtsspruch gilt, weil Schwarzenbach seine Beschwerde dagegen zurückgezogen hat.

Publiziert am 23.10.2016 | Aktualisiert am 30.12.2016
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  • Urs  Hagen 24.10.2016
    Wenn ich von Deutschland komme und es mittlerweile Artikel gibt bei denen ich die MwSt nicht zurück bekomme, (Motorradzubehör) frage ich mich ob die Schweiz MwSt erheben darf oder ob das nicht eine Doppelbesteuerung ist. Ich denke diese Meldungen von Zoll und MwSt Unterschlagung sind vor allem da um zu zeigen wie gut oder wie schlecht alles ist wenn wir in der EU wären. Man muss den EU-Gedanken aktuell halten, sonst schläft er ein und interessiert niemanden mehr.
  • Max  Brüllhardt 23.10.2016
    gewöhnt euch daran ... das dürfte ein Ausnahmefall sein. Ansonsten nehmen sich die Reichen was sie wollen , war schon immer so, wird aucn immer so bleiben
  • Rocco  Martignoni , via Facebook 23.10.2016
    Diese Herr soll sich schämen statt lächeln , das ist Betrug in Grosse Umfang .Urteil nachzahlung von 10 Millionen Mehrwertsteuern , Busse gleich Hoch wie der Nachzahlung , Total 20 Millionen , wahrscheinlich noch Vermögen betrug und 6 Monate Haft davon 3 Monate Unbedingt.
  • Reto  Meisterhans 23.10.2016
    Die Busse ist lächerlich. Ich wurde vor Jahren beim "Schmuggel" erwischt. Ware im Wert von 10000.-. Die Busse berechnete sich aus 2 x MwSt.! Und die MwSt. musste selbstverständlich auch bezahlt werden. Also insgesamt 3 x MwSt. Wenn ich da rechne müsste der Schwarzenbach mindestens 25 Mio. abdrücken, oder gibts bei unseren Behörden Mengenrabatt.
  • Peter  Leo 23.10.2016
    Den Hals nie voll kriegen, den Bürger resp Staat betrügen, indem Steuern optimiert (mit welchen Methoden auch immer) und hinterzogen werden. Solche Menschen beschleunigen den Untergang der Moral.