Wegen Edel-Schal: Sawiris-Bruder hat Zoff mit Schweizer Zoll

Nassef, Milliardär und Bruder von Samih Sawiris, ist mit einem Luxus-Schal aus «Königswolle» in die Schweiz eingereist. Das Problem: die Wolle stammt von einem Tier, das unter Artenschutz steht.

Nassef Sawiris gibt dem Sika-Management im Streit mit den Erben Rückendeckung. play
Mag edle Stoffe: Nassef Sawiris. Getty

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Nassef Sawiris ist der reichste Mann Ägyptens. Das US-Magazin Forbes schätzt sein Vermögen auf 5,8 Milliarden Dollar. Bekannt auch: der Bruder von Andermatt-Investor Samih Sawiris steht auf teure Klamotten. Gerade deswege hat er jetzt Zoff mit dem Schweizer Zoll.

Wie nun bekannt wurde, reiste Sawiris Ende August in die Schweiz ein - im Gepäck ein Shahtoosh-Schal. Der Wert: gegen 10'000 Franken. Das Problem: der Besitz von Shahtoosh, der sogenannten «Königswolle», ist weltweit verboten. 

Die Wolle stammt von Tibet-Antilopen. Und die sind von Aussterben bedroht, sie stehen deshalb unter Artenschutz. Wilderer schlachten sie wegen ihrer feinen Wolle regelrecht ab. 

Sawiris droht eine Busse

Laut «Nordwestschweiz» nahmen die Zöllner dem Milliardär den Schal bei Grenzübertritt in die Schweiz umgehend ab. Sawiris droht jetzt eine Busse von bis zu 4000 Franken. 

Der Grund, warum der Fall nun bekannt geworden ist, liegt bei den Schweizer Behörden. Sie konnten Sawiris nach dem Zwischenfall weder auffinden, noch ihm die Verfügung zustellen. Darum haben sie den Fall im «Bundesblatt» veröffentlicht und Sawiris dabei eine Frist von 30 Tagen gesetzt.

Nassef Sawiris wohnt in London, kommt aber für Sitzungen und Ferien regelmässig in die Schweiz. Denn Sawiris sitzt im Verwaltungsrat des Zementriesen LafargeHolcim.

Der Milliardär hat noch eine Möglichkeit, einer Strafe zu entgehen. Er muss beweisen, dass der Schal vor dem 28. Juni 1979 hergestellt worden ist. Seit diesem Tag ist die «Königswolle» nämlich verboten.

Publiziert am 21.01.2016 | Aktualisiert am 15.03.2016
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10 Kommentare
  • Manfred  Schnyder aus Wanzwil
    22.01.2016
    Den Zöllner ein Lob.
    • Hugo  Ehrismann 22.01.2016
      Hat der Schweizer Zoll wirklich leine wichtigeren Aufgaben als einen Schal zu beschlagnahmen Herr Schnyder ? Wäre es nicht besser dafür zu sorgen das keine Leute mehr ilegal in die Schweiz einreisen ?
  • Ulrich  Schwab 21.01.2016
    Warum ist eigentlich Frau Sommarugga, als einzige vom Bundesrat, nicht in Davos wo im Moment Spitzen von Wirtschaf und Politik über Flüchtlinge reden?
  • markus  hirter aus Biel
    21.01.2016
    Für diesen Milliardär ist diese Busse ein Trinkgeld.Bezahlt er aus der Portokasse!!!!!
  • Karen  Mind 21.01.2016
    Der wird wohl kaum einen über 30 jährigen Schal besitzen....
  • William  Quispe aus Bellinzona
    21.01.2016
    Die Tiere werden in freier Wildbahn zusammen getrieben und geschoren. Wie dies auch in Perú für die Vicuñas üblich ist. Kein normal tickender Mensch würde ein Tier für eine einmalige Schur töten. Wäre dem so, hätte es seit Jahrzehnten keine Antilopen mehr im Tibet.
    • markus  hirter aus Biel
      21.01.2016
      Willi,mach dich mal im Internet schlau.Diese Antilopen werden abgeschlachtet!!!!Alles für ein paar reiche Schnösel,genau wie die letzten freilebenden Tiger und viel andere vom aussterben bedrohte Tiere!!!!
    • Urs  Leibundgut 22.01.2016
      Ich finde es immerwider verblüffend, das einzelne schlauer sein wollen als der Rest der Menschheit.
      Die Tiere werden zur Gewinnung der Wolle immer noch gejagt und getötet. Punkt aus und Amen.
      Bilder dazu unter http://www.arkive.org/tibetan-antelope/pantholops-hodgsonii/image-G7893.html