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Es ist ein ganz kurzes Werbefilmchen, das im Leutschenbach für riesige Aufregung sorgt. Der TV-Spot zum neuen Fernsehangebot von Sunrise mit Rückspulfunktion hätte vor und nach Meteo ausgestrahlt werden sollen. Doch das Schweizer Fernsehen – beziehungsweise dessen Werbetochter Publisuisse – verbot die Ausstrahlung des Spots, wie die «SonntagsZeitung» berichtete.
Wer den Spot abspielt, sieht einen Mann, der in der Badewanne Fernsehen schaut. Dazu sagt ein Sprecher aus dem Off: «Meteo mit Sunrise TV. Mit der Comeback-Funktion die Sendungen der letzten 28 Stunden schauen.» Fertig.
8 Sekunden dauert der erste Teil des Spots, der vor der Wettersendung hätte ausgestrahlt werden sollen, 4 Sekunden der zweite Teil nach Meteo (siehe Video).
Rechtliche Bedenken
Gegenüber der «SonntagsZeitung» nahm Publisuisse Stellung: «Wir sind der Meinung, dass sich die Funktion des Comeback-TV im rechtlichen Graubereich bewegt. Derzeit klären wir intern die Lage ab. Damit kein Präjudiz entsteht, lassen wir keine Werbung für diese Funktion zu, bis ein Entscheid vorliegt.»
Tatsächlich sind Fragen bezüglich Urheberrecht bei dieser aufstrebenden Art des Fernsehens noch nicht geklärt. Wenngleich es neben Sunrise mit den diversen Internet-TV-Angeboten bereits länger solche Lösungen gibt, die zeitversetztes Fernsehen ermöglichen. Auch Blick ermöglicht seit wenigen Wochen zeitversetztes Fernsehen mit seinem Angebot BlickTV.
Kampagne geplant
Der zeitversetzte TV-Konsum stellt die Position von SF völlig auf den Kopf. Insbesondere wird es schwieriger, Zuschauerquoten zu messen und Werbung zu verkaufen.
Für solche Bedenken hat man bei Sunrise kein Verständnis. Mit einer neuen Werbekampagne will man jetzt gleich auch noch Kapital aus dem vorläufigen Sendeverbot schlagen. Einer der geplanten Slogans: «Verboten gut: Sunrise TV».
Bis am Mittwoch erwartet Sunrise zudem den Entscheid seitens SF bzw. Publisuisse, ob die weiteren TV-Spots zum neuen Fernsehangebot gesendet werden dürfen. Bei Publisuisse heisst es auf Anfrage, das Thema sei derzeit intern in Diskussion, man verzichte darauf, Stellung zu nehmen.
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