Wegen Depotgebühren Seco droht Schweizer Banken

Die Banken haben das Staatssekretariat für Wirtschaft am Hals. Das Amt verlangt, dass die Geldhäuser die Gebühren beim Wertschriften-Transfer abschaffen.

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Schweizer Banken sind im Visier vom Seco. GAETAN BALLY

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Kunden ärgern sich schon lange: In Zeiten von Negativzinsen finanzieren sich Banken immer häufiger über Gebühren. Jetzt hat sogar das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) in Bern genug.

Konkret geht es um Kosten, die ein Geldinstitut verrechnet, wenn ein Kunde sein Wertschriftendepot zu einer anderen Bank zügelt. Die meisten Banken verrechnen eine Pauschale – in der Regel zwischen 50 und 200 Franken pro Position. 

Diesen Gebühren hält das Seco für missbräuchlich. Wie die «Finanz und Wirtschaft» schreibt, hat das Amt im September darum rund dreissig Schweizer Banken einen bösen Brief geschickt. Darin verlangt das Seco, dass die Geldhäuser künftig auf Gebühren bei der Beendigung der Kundenbeziehung verzichten. Frist: 31. Dezember 2016.

Gutachten erstellt

Den Banken passt das gar nicht. Sie haben darum die Schweizerische Bankiervereinigung eingeschaltet, welche darauf ein Rechtsgutachten erstellte. Wenig überraschend kommt der Banken-Dachverband zum Schluss, dass solche Gebühren rechtens sind.

Noch ist das letzte Wort nicht gesprochen. Nach Gesprächen mit der Bankiervereinigung verlängerte das Seco die Antwortfrist bis zum 31. März 2017. Das freut den Dachverband: «Es ist positiv, dass das Seco nun genügend Zeit für die abklärenden Gespräche mit der Branche eingeräumt hat», sagt ein Sprecher der Zeitung.

Den Stein ins Rollen gebracht hat Preisüberwacher Stefan Meierhans (48). Er untersuchte letztes Jahr Transfergebühren für Wertschriftendepots. Dabei kam die Vermutung auf, dass Banken mit hohen Gebühren die Kunden vom Wechsel abhalten wollen. (bam)

Publiziert am 17.12.2016 | Aktualisiert am 22.12.2016
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5 Kommentare
  • alois  Leimgruber aus Villmergen
    17.12.2016
    Das Problem ist Negativ-Zins Politik unsere SNB. Die Banken versuchen dass jetzt mit höheren Gebühren die fehlende Rendite bei uns einzuholen.
  • John  Livers aus St.Gallen
    17.12.2016
    Was mich ärgert sind die Kontoführungsgebühren. Zuerst musste jeder ein Konto haben und jetzt verrechnen sie monatlich Fr. 6.00 Kontoführungsgebühren. So werden wie abgezockt.
    • Adrian  Gerber aus Aarberg
      17.12.2016
      Da hast Du noch Glück. Es gibt Banken, die berechnen 23 Fr inklusive Maestrokarte und freie Bezüge bei allen Schweizer Automaten pro Monat. Aber wenn man ein gewisses Guthaben hat, wird dem Kunden die Gebühr erlassen. Daher bleiben wohl mehr als die von Verivox in Aussicht gestellten 25 Fr pro Jahr hängen. Darüber mag der Blick nicht berichten. Jammern ist besser fürs Geschäft.
  • nicolas  widmer 17.12.2016
    Die Banken, keine Verantwörtung übernehmen aber überall die hohle Hand mit Kommissionen und Gebühren machen. Kein gutes Businessmodell.
  • Lichtenhagen  Peter aus Adliswil
    17.12.2016
    Banken, Bankster, Manager, CEO und Politiker. Liebe MitbürgerInnen wählen Sie bitte das Unwort des Jahres und der kommenden 10 Jahre.