Wegen Abgas-Bschiss 2000 Klagen von Schweizer Autobesitzern gegen VW

BERN - Tausende Autobesitzer in der Schweiz haben im Zusammenhang mit der Manipulation von Abgas-Werten im Volkswagen-Konzern eine Strafanzeige eingereicht. Die Chancen, eine Entschädigung zu erhalten, dürften aber gering sein.

Dieser Schummel-Diesel ist jetzt ehrlich

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«Wir gehen von etwa 1500 bis 2000 Strafanzeigen aus, die bei der Bundesanwaltschaft eingereicht werden», sagte André Marty, Sprecher der Behörde, heute Mittag in der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens SRF.

Die Bundesanwaltschaft bündelt die Anzeigen und reicht sie an die Staatsanwaltschaft im deutschen Braunschweig weiter. «Die deutschen Kollegen haben bereits ein entsprechendes Strafverfahren eröffnet», begründete dies Marty.

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Chancen, dass die Schweizer VW-Besitzer in Deutschland im Zusammenhang mit der Manipulation eine Entschädigung erhalten, bestehen kaum. Auf Grund der grundsätzlich verschiedenen Rechtssysteme in den USA, der Schweiz und Deutschland dürften die Chancen tendenziell eher gering sein, sagte Marty.

In den USA bietet VW den Kunden Gutscheine im Wert von insgesamt 1000 Dollar an, die zum Teil bei VW-Autohäusern eingelöst werden können. Ein ähnliches Programm zur Besänftigung der Kunden ist auch für Audi in Arbeit.

In der Schweiz sind nach Angaben des Bundesamtes für Strassen (ASTRA) rund 180'000 Autos von Marken der Volkswagengruppe mit der manipulierten Software bestückt. Schweizer Konsumentenschützer wollen mit einer Vereinbarung mit dem VW-Importeur Amag erreichen, dass alle betroffenen Autobesitzer entschädigt werden.

Die Umrüstung der von der Manipulation betroffenen Diesel-Fahrzeuge lief in der Schweiz Ende Januar an. Die Amag und das Bundesamt für Strassen (ASTRA) richten sich dabei nach Vorgaben des Deutschen Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA). Vergangene Woche erhielt die Rückrufaktion für den Pick-Up-Truck Amarok die Freigabe. (SDA)

Publiziert am 01.02.2016 | Aktualisiert am 01.02.2016
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21 Kommentare
  • Karl  Müller aus Sins
    02.02.2016
    Jeder wusste beim Kauf das diese Abgaswerte nicht stimmen konnten, aber jetzt ein grosses bla bla. Bei Deutschen Fahrzeugen ist normal das Oel auffüllen bis zu 1 Lt pro 1000Km. Toleriert wird, das Geschummelt wird, und falsche Angaben an der Tagesordnung sind. Vorsprung durch Oel auffüllen. Das Auto. Wirklich Super Autos.
  • Susanne  Keller aus Basel
    02.02.2016
    Ist ja typisch Schweiz. Man versucht schon fast wie in den USA aus allem noch einen Profit zu schlagen. Sammelklage lässt grüssen. Ware noch zu prüfen wie viele der Autos direkt in Deutschland gekauft wurden. Frage könnte man auch stellen, was hatten die vielen VW-Fahrer bis heute für Nachteile, keine. Ach so etwas mehr Sprit verbrauch. Nun gut den hat man wieder locker drin, wenn man sich an die gegeben Verhältnisse hält. Sprich 80 ist 80, 100 ist 100 etc.
  • alois  Leimgruber aus Villmergen
    02.02.2016
    Gewisse Leute möchten mal wieder profitieren mit diesen Schadenersatzklagen. Wo wurden diese VW Fahrer denn geschädigt ?
  • Silvio  Mayer , via Facebook 01.02.2016
    Die Schweizer kaufen halt gerne VW. Für mich nicht nachvollziehbar, denn die Qualität stimmt schon seit langem nicht mehr. (Probleme bei Motoren, Steuerketten, Getriebe etc.) Da ist der Schummeldiesel nur ein weiteres Puzzleteil. Nebst dem, dass VW seit längerem Premiumpreise hat und man nur Durchschnittsware erhält. Vom teuren Service wollen wir gar nicht erst reden. Eigentlich hätte ich ein Minus von 40 Prozent erwartet, aber VW wird immer noch gekauft.
  • Probst  Daniel , via Facebook 01.02.2016
    Nicht nur der Abgass-Betrug (nicht Schummel) ist symptomatisch füer die Amag-Marken.
    Schlechte Qualität ( habe eine Golf V bei dem schon 2 mal die Kette defekt war und danach das DSG Getriebe sich verabschiedet hatte. Bin zuvor immer Audi und VW gefahren. Versursacht durch die Mondpreise bei Ersatzteilen (NOX Sensor bei VW kostet für den Golf 980.00 CHF und beim Original Hersteller 210.00 CH. 400 Prozent Wuchermarche ist mir zu viel.