Wegen 7 Rappen fast 20 Franken Gebühren bezahlt «Als Schweizer wird man nur noch abgezockt!»

Gnadenlos: Obwohl die Sendung aus Deutschland nur 7 Rappen über der Freigrenze liegt, brummt der Pöstler einem Sammler von Modellautos fast 20 Franken Gebühren auf.

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Roland Meyer aus Wangen bei Olten fühlt sich beim Kauf von Modellautos abgezockt. Siggi Bucher

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Roland Meyer (52) aus Wangen bei Olten SO ist empört: Der leidenschaftliche Sammler von Modellautos hat bei einem deutschen Onlinehändler zwei neue Exemplare für seine 500 Autos umfassende Sammlung bestellt. Einen Rover Vitesse und einen P6 der selben Marke. Kostenpunkt: 56.25 Euro.

Die Ersparnis ist mit der Extra-Rechnung futsch

Weil nun aber der Inhalt des Päcklis wegen dem Umrechnungskurs exakt 7 Rappen über der Freigrenze von 62 Franken lag, brummte ihm der Pöstler bei der Übergabe happige 19.35 Franken Gebühren (Zoll, MwSt, Post-Pauschale) auf. «Da hat es mir den Nuggi rausgehauen», schimpft der Disponent und zweifache Familienvater, als er mit BLICK redet. «Als Schweizer wird man nur noch abgezockt!»

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Roland Meyer aus Wangen bei Olten will nicht mehr die Faust im Sack machen. Siggi Bucher

Die Sache mit den 7 Rappen will Meyer nicht auf sich sitzen lassen. Er wünscht eine Erklärung. Sein Zorn ist nachvollziehbar. Die Ersparnis von 20 Franken, die Meyer durch die Bestellung der Modellautos in Deutschland gehabt hätte, ist damit futsch. «Da hätte ich mir die Zeit und Mühe sparen können.»

Kein Spielraum in der Schweiz

So ein Büro für 7 Rappen – hätte die Post hier nicht ganz einfach ein Auge zudrücken können? «Dieser willkürliche Spielraum ist gottlob in der Schweiz nicht gegeben», teilt Post-Sprecher Oliver Flüeler mit.

Der Autonarr aus Wangen überlegt sich künftig ganz genau, ob er seine Spielzeugautos noch in Deutschland bestellt. Günstiger käme Mayer weg, wenn er mit seinem echten Wagen ennet der Grenze shoppt. Dann könnte er nämlich Modelle im Wert von 300 Franken posten und müsste keinen einzigen Rappen an Gebühren und Steuern abliefern.

Publiziert am 07.11.2016 | Aktualisiert am 07.11.2016
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40 Kommentare
  • Daniel  Kohler aus Wohlen
    08.11.2016
    Es geht doch gar nicht um die 5 Franken MwSt, sondern um die 14.35 Franken Gebüren. Die Kosten für die Erhebung von Steuern vom Steuerpflichtigen über Gebüren einzufordern ist nicht Rechtens.
  • Patrick  Puerro 08.11.2016
    wenn ich netto 121 kmh auf der autobahn fahre bezahle ich auch eine busse - trotz der marginalen Übertretung. ch bürger, welche von tieferen preisen im ausland profitieren sind profiteure und dies wird sich langfristig eher zuungunsten der schweiz auswirken. irgendwann werden dann unsere löhne sinken und dann beginnt das grosse jammern. einfach nur peinlich.



  • Karen  Mind 08.11.2016
    Je nach Eurokurs könnten die 7 Rappen wieder drin liegen..... Nimmt man die 62.- bei einem Kurs von 1.10 so hätte er für 56.36 einkaufen können.... also 9 Rappen mehr. Rechnet die Post mit Tageskursen?
    • Theo  Eisenring , via Facebook 08.11.2016
      Nein mit den offiziellen Tageskursen der Zollverwaltung; sie erhebt einen Grundpreis von mindestens CH 11.50 plus einen Warenwertzuschlag von 3 Prozent und die Mehrwertsteuer auf Basis des Warenwerts.
  • Reto Patrick  Thurgau 08.11.2016
    Die Abzocker-Hochpreisinsel Schweiz, Nichts neues hier. Schade ist einfach dass jeder Vorstoss zu einer Veränderung von gewissen Politikern gestoppt wird. Sehr viele Politiker sitzen in Verwaltungsratssitzen und beziehen Ihre überrissene Saläre von diesen und solange jeder Politiker noch davon profitiert wird er nie etwas für uns Schweizer unternehmen. Es ist wie bei den Roaming gebühren der Swisscom, würden die wegfallen dann wären einige Politiker mit ein bisschen Geld weniger im Portemonnaie.
    • Karen  Mind 08.11.2016
      Es war schon lange mein Vorschlag, wer in Bern sitzt, darf sonst keine anderen Mandate haben.... nur wird das nie durchkommen, weil die Betroffenen selber darüber abstimmen. Würde wohl eine Volksinitiative brauchen.
  • Paul  Meier 08.11.2016
    Herr Roland Meyer zuerst überlegen und dann handeln. Die Post hat ihre Gesetze und auch an diese müssen sie sich halten. Aber erneut zeigt es sich, dass Online-Einkäufe nicht immer günstiger sind. Deshalb sollte man schweizerische Unternehmen berücksichtigen damit man Arbeitsplätze sichern kann. Uebrigens der Konsumentenschutz und auch der Kassensturz hat mehrmals darauf aufmerksam gemacht, dass bei Bestellungen im Ausland zusätzliche Gebühren anfallen.