Was will der US-Konzern in Zürich? Amazon macht in Zürich ein Büro auf

ZÜRICH - Der amerikanische Online-Händler Amazon drängt auf den hiesigen Markt – nicht mit Päckli, sondern einem noch lukrativeren Geschäft.

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Amazon Gründer und Chef Jeff Bezos im AWS-Rechenzentrum. Reuters

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Amazon kommt in die Schweiz. Nicht als Online-Händler, sondern mit einem neueren Geschäft: dem Amazon Web Services (AWS). Im Handelsregister ist die Zürcher Filiale seit September 2015 eingetragen. Nächste Woche informiert Amazon darüber, was sie hierzulande genau vorhaben. 

Doch was bietet der neue Service? Einfach ausgedrückt: Ein Lager für grosse Datenmengen. Amazon baut dafür grosse Rechenzentren auf. Im Fachjargon wird dieses Geschäft Cloud Computing genannt. Firmen können so ihre Daten auslagern und auch IT-Prozesse extern über den US-Konzern abwickeln lassen.

Dass Amazon nun mit einer AWS-Abteilung in die Schweiz drängt, kommt nicht von ungefähr. Mit dem klassischen Online-Handel erwirtschaftet der Konzern kaum hohe Gewinne. Anders sieht es mit der neuen Dienstleistung aus. Diese wuchs im vergangenen Jahr um 60 Prozent. Beobachter rechnen damit, dass AWS im nächsten Jahr bereits die Hälfte des Börsenwertes des gesamten Konzerns ausmacht.

In der Schweiz hat AWS laut «Handelszeitung» bereits einen beachtlichen Kundenstock. Etwa die Hotelgruppe Kempinski mit Sitz in Genf, das Geoinformationszentrum Swisstopo, den Verfahrenstechniker Endress+ Hauser in Reinach BL und die Post.   

Publiziert am 16.03.2016 | Aktualisiert am 16.03.2016
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  • Thomas  Stalder , via Facebook 17.03.2016
    Schauen wir einmal, was tatsächlich daraus wird. Der Einstieg als GmbH mit 20000.- Kapital erfolgt ja bisher bescheiden.
  • Ernest  Blanco 16.03.2016
    Hilfe - Das gibt ja neue Arbeitsplätze ! Was sagt die SP dazu oder schweigt sie lieber....Herr Levrat spricht ja unentwegt davon dass Arbeitsplätze abgebaut werden, dabei wurde auch im 2015 netto mehr als 20000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.
    • Toni  Brunner aus Dasmarinas/Cavite/Philippines
      17.03.2016
      Was schätzen Sie denn, wie hoch der Anteil an CH-Beschäftigten sein wird, 10 Prozent, 20 Prozent oder sogar mehr...?
      Aber es werden sicher ein paar ausländische Fachleute nötig sein, was die SVP kaum stört, gemäss MEI darf kommen, wen die Wirtschaft dringend braucht.