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Die Kritik, dass das WEF zur Partystätte der Banker verkommen ist, kommt von WEF-Gründer Klaus Schwab (70) höchstpersönlich. Schwab erklärte heute gegenüber «Bloomberg», dass das WEF bereits vor fünf Jahren die Investmentbanker, Versicherungs-Gesellschaften und Hedge Funds vor einem Kollaps des Finanzsystems gewarnt hatte.
«Man hat uns aber kein Gehör geschenkt», so Schwab. Schlimmer noch: Wenn er die Banker und Manager auf «die Logik ihrer realitätsfernen Weisheiten zu den aufgeblähten Vermögenswerten» hinterfragt habe, hätten sie ihn «wie eine Kassandra» behandelt.
Heute bedauert Schwab sehr, dass er die Banken-Chefs nicht dazu gedrängt habe, sich ernsthaft mit der Gefahr einer weltweiten Kredit- und Finanzkrise auseinander zu setzen.
Verantwortungslose Banker
Debatten standen am WEF immer weniger im Vordergrund: Die Teilnehmer hätten sich vor allem für die nächste grosse Party interessiert. Die Banker seien verantwortungslos gewesen, «weit folgenschwerer, als man sich dies überhaupt vorstellen kann», sagte Schwab.
Angesichts der Finanzkrise will Schab nun sein WEF reformieren – und zurück zum Ursprung führen: debattieren, kritisieren, hinterfragen. Und Schwab geht noch weiter: 2009 sollen in Davos neue weltweite Regeln für die Finanz- und Handelsbeziehungen erarbeitet werden. (gux)