Wasser, Wind und Solar Schweizer Städte kaufen italienische Kraftwerke

ZÜRICH - Der Stadtwerkverbund Swisspower schlägt in grossem Stil zu. Und kauft alleine in Italien 27 Wasserkraftwerke. Denn Schweizer Städte setzen voll auf erneuerbare Energien.

Schweizer Städte sind scharf auf Wasserkraft aus Italien. play
Schweizer Städte sind scharf auf Wasserkraft aus Italien. PD

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Schweizer Städte gehen fremd: Der Stadtwerkverbund Swisspower investiert in erneuerbare Energie. So kauft ihre Tochtergesellschaft Swisspower Renewables in Italien 27 Wasser-, Wind- und Solarkraftwerke. Der Energiepark der Beteiligungsgesellschaft wächst damit um über ein Drittel.

Die von Swisspower Renewables übernommenen 21 Wasserkraftwerke befinden sich alle in Norditalien, die drei Windfarmen und zwei der drei kleineren Fotovoltaikanlagen in Süditalien.

Die Übernahmen werden in diesen Tagen vollzogen. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, sagt Swisspower-Sprecher Eric Nussbaumer auf Anfrage. Die Verkäufer sind vier kleinere italienische Energieunternehmen.

Neue Nummer vier

Mit dem Kauf erhöht Swisspower Renewables die jährliche Energieproduktion von 440 auf 640 Gigawattstunden. Damit steigt das Unternehmen gemäss eigenen Angaben hinter EOS, BKW und Axpo zum viertgrössten Schweizer Produzenten von erneuerbarer Energie im Ausland auf.

Die Beteiligungsgesellschaft hat damit auch das bei der Gründung 2011 gesteckte Kapazitätsziel erreicht. Der Ausbau soll jedoch weitergehen. «Wir beabsichtigen ein weiteres Wachstum und prüfen zurzeit konkrete Projekte», lässt sich Swisspower-Renewables-Chef Felix Meier zitieren.

Als Begründung der Zukäufe heisst es in der Mitteilung, dass Swisspower damit einen Beitrag zum Masterplan 2050 der Swisspower-Stadtwerke für die langfristige Versorgung der Schweiz mit erneuerbarer Energie leiste.

Windparks und Solarkraftwerke

Vorerst werde jedoch die Energie der neu zugekauften Werke am Standort der Werke vermarktet, sagt Nussbaumer. Erst nach Ablauf der bestehenden Abnahmeverträge könnte allenfalls ein Teil der Energie in die Schweiz gelangen. Entschieden sei in dieser Sache jedoch noch nichts.

Die Swisspower Renewables AG ist eine von elf Stadtwerk-Partnern gegründete Beteiligungsgesellschaft, welche in Produktionsanlagen von erneuerbarer Energie investiert. Die Gesellschaft ist zurzeit inklusive der aktuellen Übernahmen an insgesamt 31 Wasserkraftwerken, zehn Windparks und drei Solarkraftwerken in Deutschland und Italien beteiligt. (pbe/SDA)

Publiziert am 21.12.2016 | Aktualisiert am 21.12.2016
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8 Kommentare
  • Hans  Leuchli aus Vellerat
    21.12.2016
    Man macht keine Geschäfte mit Italien. Anscheinend reicht der Schuh den Swisscom rausgezogen hat noch nicht.
    Aber wenn einige Leute auf verschlungenen Wegen Kickbacks kriegen oder eben nicht. Der Nebel liegt heute bis hoch hinauf.
    • Giuseppe  Guerra 21.12.2016
      Man macht keine Geschäfte mit Italien.Auch nicht mit der EU. Italien ist in der EU.Macht die Grenze doch ganz dicht. Baut neue Kraftwerke.ohne Axpoverluste und gut ist.Im Gegenzug gibt der Schweizer das Geld nur noch im eigenem Land aus.Kein Auslandeinkauf ,kein Urlaub,schon gar keine Durchfahrt mehr.Das sind auch alles Geschäfte mit Italien oder mit der EU. Wie sagt man so schön, der Feufer und das Weggli gibt es nicht.
    • Noldi  Schwarz 21.12.2016
      Und wenn es schief geht ist keiner Schuld und die Steuerzahler zahlen die Rechnung. Ist doch super. Oder nicht? Mal ehrlich. Wer in Süditalien Geschäfte betreibt, ohne zu wissen wie das dort her und zu geht, muss doch ganz schon naiv sein. Aber eben, fröhliche Weihnachten.
    • Giuseppe  Guerra 21.12.2016
      Herr Schwarz,sind sie jehmals oder regelmässig in Süditalien gewesen? Haben sie jehmals geschäftlich mit den Besitzer zu tun gehabt?Sie kennen sich wohl aus. Es hat sich einiges verändert,die Energiebetreiber wollen Geld verdienen und nicht nur Investieren,können sich Miese Geschäfte gar nicht leisten.In der Schweiz verhindern ja der Naturschutz und die Bürger, Solar und Windernergie in den Bergen und in der Ebene.Also noch mehr Atommeiler bauen und weiter sehen.Die sind ja gratis.
  • Thomas  Meier 21.12.2016
    Kauft ein, solange wir noch Geld haben. EU soll zukünftig von uns Abhängig werden. Ohne Strom geht nämlich nichts. Ebenfalls sollte Nestlé und die Eidgenossenschaft zusammenspannen uns das kostbare Gut Wasser im Ausland kaufen.
    • Marco  Weber 21.12.2016
      Herr Meier die EU soll von der Schweiz in Sachen Strom abhängig werden? Wie genau soll das funktionieren, wenn die Schweiz nicht mal fähig ist den eigenen Stromverbrauch zu decken?
    • kurt  oberle aus Havelsee
      21.12.2016
      Die Schweizer Energiekonzerne planen mit Weitsicht und investieren in erneuerbare Energieanlagen im Ausland. Axpo hat die Volkswind übernommen und Swisspower kauft nun Anlagen in Italien. Die schöne und kleinräumige Schweiz ist für Wind-, Solar- und Biogasanlagen völlig ungeeignet. Zudem würde das Schweizer Volk solche Grossanlagen niemals goutieren.
    • Giuseppe  Guerra 21.12.2016
      In Europa hat es genug Atomkrafterke,ob das gut ist,mag ich bezweifeln.So alt und gefärlich sind die.Schweiz kann da nicht mithalten.Denkanstoss.Eigentlich sind die Regierungsbeamten in Italien dümmer als dumm.Genug Sonne, aber auf den Flachdächer in der Stadt kein Solar.Auch bei uns sollte es reichen.Dann muss man auch im Ausland nichts mehr kaufen.