Was tun bei Negativzinsen? Wer kann, räumt sein Konto leer

Wohin mit dem lieben Geld, wenn die Negativzinsen kommen? Eines ist sicher: Auf der Bank lassen wollen es nur die wenigsten.

Böse Negativzinsen: Schweizer Kleinsparer nehmen Geld von der Bank play
Die höheren Gebühren und Kommissionen für Transaktionen und Kontoführung sind eine Folge der Negativzinspolitik der Schweizerischen Nationalbank. PETER KLAUNZER

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Unter dem Kopfkissen, in der Matratze oder doch lieber im Safe? Einen guten Hort für Bargeld zu finden, ist gar nicht so einfach. Schon gar nicht in Zeiten von Negativzinsen. 

Geld für die Vorsorge

Jede vierte in der Schweiz lebende Person würde ihr Bargeld abheben, wenn die eigene Bank auf den Guthaben Minuszinsen einführen würde. Dies ergab eine Umfrage des Finanzdienstleisters Moneypark und des Marktforschungsinstituts GfK.

Doch was würden die Kunden mit dem Ersparten anstellen? Laut Umfrage würden 16 Prozent der Befragten ihr Bargeld in die Vorsorge stecken. Investitionen in Immobilien sind ebenfalls attraktiv – 15 Prozent würden sich dafür entscheiden. Für weitere 15 Prozent sind Wertschriften die Antwort. Das Ersparte auf dem Bankkonto lassen würden dagegen nur vier Prozent der Befragten.

10 Prozent verprassen ihr Geld

Jeder Zehnte wüsste nicht, was er mit seinem Geld anstellen sollte, aber zehn Prozent würden es gleich verprassen. Investitionen in Rohstoffe stellen für vier Prozent eine Alternative dar, während zwei Prozent der Umfrageteilnehmer ihr Geld in Sammlerstücke stecken würden.

Schon heute höhere Gebühren

Laut Moneypark horten Schweizer Haushalte aktuell rund 700 Milliarden Franken auf ihren Bankkonten. Negativzinsen für Kleinsparer hat bisher mit Ausnahme der Alternativen Bank Schweiz noch kein Geldinstitut eingeführt. Infolge der tiefen Zinsen haben die Banken aber die Gebühren auf Transaktionen und für die Kontoführung erhöht.

Publiziert am 02.11.2016 | Aktualisiert am 03.11.2016
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4 Kommentare
  • Schwitter  Toni aus Zürich
    03.11.2016
    Genau aus diesem Grund wollen einige Politiker das Bargeld abschaffen, das kein Sparer mehr seine Kohle zu Hause, oder sonst wo parkt, so dass die auch da noch kräftig zu greifen können. Auch die Vollgeld - Initiative sollte man mit Vorsicht betrachten , den diese wäre ein weiterer Schritt in das Bargeldlose.
  • -  -.- 03.11.2016
    Die "Unfähigen" welche an der Macht sind, sagen, dass sie das Geldsystem nicht verstehen. Ja wunderbar, dann rate ich: "Tretet zurück, sofort!" Das Geldsystem versteht ein 12-Jähriger nach 60min erklären. Ist unsere Regierung als wirklich so saudämlich? Oder könnte es sein, dass man uns an der Nase herumführt und viel zu gerne ausplündert? Ich erinnere an diverse AHV- und Pensionskassenskandale, denn wir werden aufs schändlichste geplündert, belogen und betrogen. Stellungsnahme vom BR?
  • Othmar   Huber 03.11.2016
    Darum orientiert man ich online über "Vollgeld Initiative" damit wir dem lizenzierten Raub ein Ende bereiten können. Machen wir doch Schluss mit den Bank Casinos - die uns ins Verderben führen und wir letztlich dafür haften. Es ist eigentlich verwunderlich, dass wir eine Regierung haben, die nach Prüfung der Inhalte nicht 100 Prozentig dahinter steht. Aber - die Lobby der Banken führt ja unsere Regierungsgeschäfte.
  • Pat  Zürcher 02.11.2016
    Wenn Kleinsparer genau rechnen bezahlen sie schon heute. Bei einem Zins von 0.5 Prozent Gebühren, Kontoführung etc. abgerechnet legen wir schon heute darauf. Die 15 Prozent welche in Immobilien anlegen wollen, sollen sich mal überlegen was sie der Bank für Sicherheiten bieten? Den Sparstrumpf unter dem Kissen? Die Bank bleibt am längeren Hebel man kann es drehen wie man will.